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Eine der ältesten Städte der Welt: Matera setzt auf Kultur

Eine der ältesten Städte der Welt: Matera setzt auf Kultur
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Sie gilt als eine der ältesten Städte der Welt und ist in diesem Jahr Europäische Kulturhauptstadt: Matera in der süditalienischen Region Basilikata. Touristen werden vor allem durch die "Sassi" angezogen: Die Höhlensiedlungen, die das Stadtbild prägen, versetzen den Besucher in die Vergangenheit. Seit 1993 gehört die Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Unter dem Motto „Open Future“ finden das ganze Jahr über Ausstellungen, Konzerte und Workshops statt. Gerade wurde das 48 Wochen umspannende Kulturprogramm mit einem großen Eröffnungsfest eingeläutet.

Euronews-Reporterin Marta Brambilla Pisoni: "Heute ist ein wichtiger Tag für Matera. Mit dieser großen Feier beginnt ein goldenes Jahr für die Stadt der Steine, in der in den kommenden 12 Monaten mehr als eine Million Touristen erwartet werden."

54 Marschkapellen spielten Beethovens Ode an die Freude, insgesamt nahmen 2019 Musiker aus Italien und ganz Europa an dem Event teil. Der italienische Komponist und Pianist Stefano Bollani leitete das große Konzert der Eröffnungsfeier:

"Mir hat die Idee gefallen, Marschkapellen spielen zu lassen, weil die aus Spaß an der Sache spielen. Selten spielen dort professionelle Musiker, das ist anders als in einem Symphonieorchester. Musikmachen ist nicht ihr Job. Sie haben viel Freude am Spielen, haben viel Spaß zusammen und wollen nur gute Musik machen."

48 Wochen Kulturprogramm

Mehr als 300 Veranstaltungen sind für das Jahr geplant. Salvatore Adduce, Präsident der Fondazione Matera:

_"Wann immer man sich entscheidet, nach Matera zu kommen, muss man nicht einmal schauen, ob etwas los ist, denn es wird immer etwas los sein. Man kann an allen Veranstaltungen teilnehmen, wenn man auf unserer Internetseite den 'Bürgerpass' bucht. Damit hat man Zutritt zu allen Events."

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Foto: Marta Brambilla Pisoni

Der Bürgerpass kostet 19 Euro. Mit dem damit eingenommenen Geld wird "Matera 2019" unterstützt. Der Pass kann als Tagebuch genutzt werden, in dem man seine Eindrücke festhält.

Ein Beispiel dafür, dass Kultur ein entscheidender Faktor beim Aufbau einer Stadt sein kann, ist die Ausstellung „Ars Excavandi“, die sich mit der Architektur und Zivilisation in der zerklüfteten Landschaft auseinandersetzt:

"Die Aura der Orte, ihre Düsternis und zugleich ihre Schönheit, ihr Zauber und ihr Schrecken, das menschliche Schaffen, das Gestalten einer Zivilisation, die in Symbiose mit der Natur lebt, all das zeigen wir in dieser Ausstellung", sagt Pietro Laureano.

Carlos Solito setzt in 40 Bildpaaren Matera und die jordanische Stadt Petra miteinander in Beziehung- zwei Orte mit den gleichen Wurzeln:

"'Materia Pietra' ist eine Reise, ein Dialog zwischen zwei Felsenstädten, zwei Schwestern aus Stein, aus Sand, aus Stille: Matera und Petra."

Und das ist erst der Anfang - für Matera beginnt ein aufregendes Jahr. Euronews hält Sie mit dem Programm "Go! Matera" auf dem Laufenden.

Foto: Marta Brambilla Pisoni