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Papst in Panama: "Kirche durch ihre Sünde verwundet"

Papst in Panama: "Kirche durch ihre Sünde verwundet"
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Nach sechs Tagen geht der Weltjugendtag in Panama zu Ende. Den Abschluss des größten Katholikentreffens der Welt bildet ein feierlicher Gottesdienst mit Papst Franziskus.

Dieser verwendete deutliche Formulierungen angesichts des Missbrauchsskandal und der schwere Vertrauenskrise, in der die katholische Kirche in mehreren Ländern der Welt steckt: "Brüder und Schwestern, die Schwäche der Hoffnung kommt vom Anblick einer von Sünde verwundeten Kirche, die so oft all die Hilferufe nicht angehört hat, die den Aufruf des Herrn widerspiegeln: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

Im Laufe seines Panama-Besuchs hatte der Papst zudem die anwesenden Pilger dazu aufgerufen, Brücken statt Mauern zu bauen.

Papst: Welt existiert nicht nur für die Starken

Bei einem der Höhepunkte des Weltjugendtags, der Gebetswache am Samstag, rief der Papst die Jugendlichen auf, auch den Schwachen einen Platz in der Gesellschaft einzuräumen. Die Welt existiere nicht nur für die Starken. Der Pontifex ermunterte die Gläubigen, sich trotz Zweifeln, Schwierigkeiten und Unsicherheiten einzubringen und Risiken einzugehen.

Weltjugendtage finden alle zwei bis drei Jahre statt. An wechselnden Orten kommen zu diesem Anlass katholische Jugendliche aus aller Welt zusammen, um ihren Glauben zu feiern. Der jetzige Weltjugendtag ist nach den Veranstaltungen in Buenos Aires (1987) und Rio de Janeiro (2013) der dritte in Lateinamerika.