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Afghanistan: USA bekräftigen Willen zum Truppenabzug

Afghanistan: USA bekräftigen Willen zum Truppenabzug
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Nach Verhandlungen mit den Taliban haben die USA ihre Absicht zum Truppenabzug aus Afghanistan bekräftigt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen namentlich genannten ranghohen Angehörigen der US-Regierung. Demnach wurden bei den Gesprächen mit den Islamisten in Katar in der vergangenen Woche "erhebliche Fortschritte" gemacht. Es werde jedoch keinen Abzug ohne ein Waffenstillstandsabkommen geben.

Die USA führen seit Juli regelmäßig Gespräche mit den Taliban. Direkte Verhandlungen mit der afghanischen Regierung lehnen die Islamisten bisher ab. Afghanische Sicherheitskräfte und Taliban liefern sich regelmäßig Gefechte. Bei einem Anschlag der Islamisten vor einer Woche gab es Dutzende Tote.

Unterdessen rief der afghanische Präsident Aschraf Ghani die Taliban in einer landesweit übertragenen TV-Ansprache zu direkten Friedensgesprächen mit seiner Regierung auf. Die Taliban hätten zwei Möglichkeiten, sagte Ghani: Sie könnten entweder mit den Afghanen zusammenstehen oder das Werkzeug fremder Mächte und ihrer Ziele sein. "Gäbe es den Krieg mit den Taliban nicht, wäre das Leben von Millionen Afghanen angenehm", sagte Ghani. Kein Afghane könne akzeptieren, dass seine Kinder Kanonenfutter würden oder ans Ausland verloren gingen. Gleichzeitig wünsche sich kein Afghane eine länger andauernde Präsenz internationaler Truppen. Aktuell sei diese aber notwendig.

Die Gespräche zwischen den USA und den Taliban sollen wahrscheinlich am 25. Februar fortgeführt werden.