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Das Ende der 500-Euro-Note: Erste Banken haben Druck eingestellt

Das Ende der 500-Euro-Note: Erste Banken haben Druck eingestellt
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Am Sonntag haben 17 der 19 Zentralbanken der Eurozone den Druck der 500-Euro-Banknoten eingestellt. Nur die deutsche und die österreichische Zentralbank werden die violette Banknote noch bis zum 26. April 2019 ausgeben – dort war der Widerstand besonders groß. Es wurden sogar Petitionen eingereicht, mit denen die großen Scheine gerettet werden sollten.

Tatsächlich nutzen Deutsche und Österreicher im Alltag mehr Geld als der europäische Durchschnitt, auch für die Zahlung großer Summen. Ein paar Zahlen zum dahinscheidenden lila Schein.

Nach der vollständigen Einstellung der Ausgabe der 500-Euro-Banknoten werden sie weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel sein und ihren Wert behalten. Sie können daher immer dazu verwendet werden, Geld zu bezahlen oder zu beiseitezulegen. Darüber hinaus kann die 500-Euro-Note mit den nationalen Zentralbanken des Eurosystems auf unbestimmte Zeit getauscht werden.

Zum 1. Januar 2019 waren weltweit 521.630.046 500-Euro-Banknoten im Umlauf, mit einem Gesamtwert von mehr als 260 Milliarden Euro. Am häufigsten bezahlen die Leute aber mit der 50-Euro-Note (46,19 Prozent des gesamten Banknotenumlaufs).

Der Anteil der 500-Euro-Banknoten an der gesamten Zahl der Geldscheine beträgt zwar nur 2,3 Prozent, doch machen die violetten Banknoten mehr als 21 Prozent des Bargeldwertes um Umlauf aus.

Der "Bin Laden" unter den Geldscheinen

Die Europäische Zentralbank hatte am 4. Mai 2016 beschlossen, die 500-Euro-Scheine abzuschaffen. Der Grund: Er wurde besonders häufig bei illegalen Handlungen eingesetzt, etwa bei korrupten Transaktionen oder im Terrorismus.

Je zugänglicher die 500er sind, desto leichter ist es, schmutziges Geld in Umlauf zu bringen: sehr große Geldbeträge können diskret transportiert werden. So wiegt beispielsweise eine Million Euro in 500-Euro-Scheinen (ein Schein wiegt 1,1 Gramm) nur 2,2 Kilogramm, verglichen mit mehr als 20 Kilo in 50er-Stückelungen. Kein Wunder also, dass der Schein in Spanien den Spitznamen "Bin Laden" trägt.

Was ist mit anderen Währungen?

Unter den sogenannten Referenzwährungen sind große Stückelungen nicht so häufig. So sind beispielsweise für das britische Pfund oder den US-Dollar die größten verfügbaren Stückelungen die von 50-Pfund und 50-Dollar. Einige Länder haben sich jedoch dafür entschieden, "große" Banknoten in Umlauf zu bringen. In der Schweiz gibt es eine 1000-Franken-Note, was mehr als 883 Euro entspricht.