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Herzprobleme: Weltmeister Sami Khedira musste operiert werden

Sami Khedira bei einer Begegnung gegen Valencia.
Sami Khedira bei einer Begegnung gegen Valencia. -
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REUTERS/Sergio Perez
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Beim Abschlusstraining vor dem Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid war Sami Khedira noch auf dem Platz, als sein Herz zu rasen begann. Sofort informierte er die Club-Ärzte von Juventus Turin. Die Diagnose: Der Weltmeister von 2014 hatte Herzrhythmusstörungen, ihm wurde umgehend ein Sportverbot erteilt.

Eine ungewöhnliche Verletzung. Anstatt am Abend mit dem italienischen Meister im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse in Madrid seinen sportlichen Neuanfang zu forcieren, musste der 31-Jährige also in Turin einen intensiven Medizincheck absolvieren und wurde anschließend operiert.

Es sei eine „Verödung von Herzzellen im Vorhof“ vorgenommen worden, teilte sein Verein Juventus Turin mit. Derartige Eingriffe werden in der Regel gemacht, wenn im Bereich eines der Herzvorhöfe immer wieder Rhythmusstörungen entstehen, wie der Berliner Kardiologe Dietrich Andresen der dpa erklärte. Solche Rhythmusstörungen seien zwar nicht lebensgefährlich, könnten aber bei Belastung zu sehr unangenehmem Herzrasen führen.

Bei der Behandlung werde zunächst eine Sonde über eine Vene ins Herz eingeführt und das Herzrasen künstlich ausgelöst, sagte Andresen. So kann man feststellen, welche Zellen für die Rhythmusstörung verantwortlich sind. Diese werden anschließend mit Hitze oder Kälte unschädlich gemacht. Ungefähr in einem Monat, so schrieb Juve am Mittwoch, soll Khedira nach einer „kurzen Genesungszeit“ wieder trainieren können.

Von Verletzungen zurückgeworfen

Für den Mittelfeldspieler ist dies der nächste Rückschlag. Khedira hatte in der Hinrunde bereits 15 Pflichtspiele von Juventus aufgrund von Verletzungen verpasst. Von Mitte September bis Mitte Oktober setzte ihn eine Oberschenkelverletzung für mehrere Wochen außer Gefecht, von Mitte November bis kurz vor Weihnachten stoppte ihn eine Knöchelverletzung.

Vor zehn Tagen war er nach seinem ersten Tor seit einem halben Jahr beim 3:0 von Juve gegen Sassuolo Calcio gefeiert worden. „Der Professor ist zurück. Er entfesselt das Spiel“, lobte La Stampa danach.

„Gute Nachrichten aus Turin“, twittere der DFB nach dem Eingriff und schrieb im Namen der Nationalmannschaft: „Wir wünschen dir eine schnelle Genesung.“ Auch Juve schmerzt der neuerliche Ausfall. „Khedira nicht dabei zu haben, ist ein Problem für uns“, sagte Trainer Massimiliano Allegri vor der Partie in Madrid.