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Straßburg: Gedenkstein für niedergebrannte Synagoge demoliert

Straßburg: Gedenkstein für niedergebrannte Synagoge demoliert
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In Straßburg haben Unbekannte ein Denkmal beschädigt, das an die Zerstörung der alten Synagoge durch die Nazis erinnert. Es handele sich eindeutig um eine antisemitische Aktion, so der Bürgermeister der französischen Stadt, Roland Ries, gegenüber französischen Medien. Eine Spaziergängerin habe den Vorfall am Morgen gemeldet, so die Behörden in der Region.

Die Empörung ist groß. Pierre Haas vom CRIF, dem Dachverband der jüdischen Organisationen in Frankreich: "Wie die meisten Menschen bin ich sehr schockiert darüber, dass man die Erinnerung an das, was von den Nazis verbrannt und gesprengt wurde, nicht respektiert und dass selbst dieses einfache Gedenken angegriffen wird."

"Es ist eine Schande", so eine Frau, die das umgestürzte Denkmal besichtigte. "In was für einer Welt leben wir? In einer Welt voller Gewalt. Ich verstehe es nicht."

Die Synagoge war 1940 von Mitgliedern der Hitlerjugend in Brand gesetzt worden. Der Gedenkstein wurde am Nachmittag wieder an seinen Platz gesetzt.

Frankreich erlebt derzeit einen starken Anstieg antisemitischer Vorfälle. Deren Zahl stieg im vergangenen Jahr laut Innenministerium um fast drei Viertel an.