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Guaidó gegen Maduro: Wer bringt Venezuelas Militärs und Staatsdiener hinter sich?

Guaidó gegen Maduro: Wer bringt Venezuelas Militärs und Staatsdiener hinter sich?
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Der umstrittene venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat angedroht, er werde die "verrückte Minderheit" besiegen, die entschlossen sei, das Land zu destabilisieren. Es war sein erster öffentlicher Auftritt, seit Oppositionsführer Juan Guaidó am Montag von einer Auslandsreise nach Venezuela zurückgekehrt war. Guaidó hatte sich am 23. Januar zum Interimspräsidenten erklärt. Wegen eines Ermittlungsverfahrens und einer Ausreisesperre droht ihm die Festnahme.

Bei einer Gedenkfeier zum sechsten Todestag seines Vorgängers Hugo Chavez sagte Maduro:

"Eine verrückte Minderheit macht weiter mit ihrem Hass, mit ihrer Bitterkeit. Das ist ihr Problem. Wir werden nicht auf sie achten, Landsleute. Wir werden sie aufhalten, auf ihrem Weg, ihrer Arbeit, in der nationalen Gewerkschaft. Wir werden sie einfach nicht beachten."

STREIKS, AMNESTIE UND ANTIIMPERIALISTISCHE DEMONSTRATIONEN

Guaidó will mit einem Streik im öffentlichen Dienst den Druck auf Maduro erhöhen. Der rief zu antiimperialistischen Demonstrationen auf.

Nach einem Treffen mit Gewerkschaftsführern sagte Guaidó:

"Heute, als Ergebnis dieses Treffens, dieses großen Ereignisses, werden wir an einem "Gesetz der Garantien" für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes arbeiten und ihnen helfen, die Zusammenarbeit mit der Diktatur zu verweigern. Staatsbedienstete sollten nie mehr gezwungen sein, zu kooperieren, etwas zu tun, was sie nicht wollen."

Guaidó versprach den Gewerkschaftsvertretern eine Amnestie für Mitarbeiter, die sich gegen Staatschef Maduro stellten. Der Interimspräsident hatte zuvor der Armee eine ähnliche Amnestie zugesagt. Seither haben sich hunderte Soldaten ins Nachbarland Kolumbien abgesetzt.

su