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Nicaragua: Nach Protesten gegen "Demonstranten in Haft" - noch mehr hinter Gittern

Nicaragua: Nach Protesten gegen "Demonstranten in Haft" - noch mehr hinter Gittern
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Von su mit dpa
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Die Polizei in Nicaragua hat mehr als 50 Gegner von Präsident Daniel Ortega festgenommen, beim Versuch, eine Demonstration abzuhalten. Seit knapp einem Jahr sind bei Protesten laut Opposition mehr als 500 Menschen gestorben, bis zu 700 wurden verhaftet, mehr als 52.000 sind ausgereist

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Die Polizei in Nicaragua hat mehr als 50 Gegner von Präsident Daniel Ortega festgenommen, beim Versuch, eine Demonstration zu veranstalten. Sie wollten die Regierung unter Druck setzen, hunderte festgenommene Demonstranten freizulassen, die seit 2018 in Gewahrsam sind. Beim Auflösen einer Demonstration in Managua wurden offenbar mehrere Demonstranten geschlagen, als man sie in Streifenwagen verfrachtete.

Die Regierung von Nicaragua hatte oppositionelle Proteste im September verboten.

Eine Demonstrantin:

"Ich möchte die politischen Gefangenen unterstützen, wir wollen, dass alle freigelassen werden, wir haben keine Angst, wir werden Ortega zeigen, dass die Menschen keine Angst haben, lang lebe ein freies Nicaragua."

Laut Opposition (Alianza Cívica Nicaragua) wurden 58 Personen festgenommen.

HUNDERTE TOT ODER IN HAFT, ZEHNTAUSENDE ABGEHAUEN

Im April vergangenen Jahres hatten Proteste wegen einer geplanten Sozialreform der Regierung begonnen, die später zurückgezogen wurde.
Die Demonstranten forderten jedoch auch danach den Rücktritt des
autoritären Präsidenten Daniel Ortega. Polizei und regierungsnahe
Schlägertrupps schlugen die Proteste gewaltsam nieder.

Laut Menschenrechtsorganisationen sind bei den Protesten bisher mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen, bis zu 700 wurden verhaftet, mehr als 52,000 sind wegen der Polizeiübergriffe und Unterdrückung aus.

FRIEDENSVERHANDLUNGEN

In der politischen Krise in Nicaragua hatten sich die zivile Opposition und die Regierung von Präsident Daniel Ortega Anfang des Monats auf einen Fahrplan für Friedensverhandlungen geeinigt. Die Gespräche sollen von Geistlichen der christlichen Konfessionen als Zeugen begleitet werden, so ein Dokument der Konfliktparteien. Die Verhandlungen sollen demnach bis zum 28. März abgeschlossen werden. Nach zwei gescheiterten Friedensdialogen im vergangenen Jahr waren die beiden Lager Ende Februar wieder ins Gespräch gekommen.

su

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