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Nach mutmaßlicher Schiffskaperung: Drei Migranten in Malta angeklagt

Nach mutmaßlicher Schiffskaperung: Drei Migranten in Malta angeklagt
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Drei junge Afrikaner, die ein Handelsschiff mit Migranten an Bord gekapert und zur Umleitung gebracht haben sollen, müssen sich nun in Malta vor Gericht verantworten.

Die maltesische Justiz hat gegen sie Terrorismusvorwürfe erhoben. Die jungen Männer im Alter von 15, 16 und 19 Jahren erschienen am Samstag vor Gericht in Valletta. Nach maltesischem Recht drohen ihnen Haftstrafen zwischen sieben Jahren und lebenslang.

Das Schiff "El Hiblu 1" hatte am Mittwoch dicht vor der libyschen Küste im Mittelmeer 108 Migranten gerettet, darunter auch Frauen und Kinder. Als sie hörten, dass sie nach Libyen zurückgebracht werden sollten, zwang eine Gruppe verzweifelter Migranten den Kapitän, den Kurs Richtung Malta zu ändern. Die Insel liegt rund 350 Kilometer nördlich der libyschen Küste, von der aus viele Afrikaner die Überfahrt nach Europa versuchen.

In der Nähe der Insel übernahm die maltesische Armee die Kontrolle über das Schiff, das am Donnerstagabend im Hafen von Valletta anlegte. Die drei Angeklagten, die die Vorwürfe am Samstag zurückwiesen, bleiben vorerst in Haft. Die übrigen Migranten wurden in einem Aufnahmezentrum untergebracht.