Juan Guaidó verliert Immunität - Tausende fliehen nach Kolumbien

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Von Euronews mit dpa
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In Venezuela hat die verfassunggebende Versammlung dem Oppositionspolitiker und selbsternannten Übergangspräsidenten die parlamentarische Immunität entzogen. Dadurch könnte Juan Guaidó jetzt festgenommen werden.

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In Venezuela hat die von den regierenden Sozialisten kontrollierte Verfassunggebende Versammlung dem selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó die parlamentarische Immunität entzogen.

Die Versammlung unter Diosdado Cabello gab damit einem Antrag des Obersten Gerichts statt. Es wirft Guaidó vor, gegen eine gegen ihn verhängte Ausreisesperre verstoßen zu haben.

Gegen den Oppositionsführer laufen schon zwei Ermittlungsverfahren - eines wegen Amtsanmaßung und eines wegen Sabotage gegen die Energieversorgung.

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Jetzt könnte Guaidó verhaftet werden

Nach dem Verlust der Immunität könnte Guaidó verhaftet werden. Sein Büroleiter wurde bereits wegen Terrorvorwürfen inhaftiert.

Guaidó selbst zeigte sich unbeeindruckt. Er will weiter für einen Machtwechsel in dem südamerikanischen Land kämpfen. Er sagte:

"Sie glauben, dass sie weiterhin mit Razzien, mit Berufsverbot und mit Entführung drohen können. Offensichtlich irren sie sich. Sie irren sich, weil wir, das venezolanische Volk, ihnen weiterhin die Stirn bieten werden. Wir werden ihnen die Stirn bieten, bis wir definitiv die Freiheit dieses Land erreicht haben."

Guaidó liefert sich seit über zwei Monaten einen erbitterten Machtkampf mit dem umstrittenen sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro. Er hatte sich am 23. Januar zum Übergangspräsidenten erklärt und Maduro die Legitimation abgesprochen, weil dessen Wiederwahl im vergangenen Jahr nicht den demokratischen Mindeststandards entsprochen habe.

Zahlreiche Venezolaner auf der Flucht

Am Dienstag überwanden zahlreiche Venezolaner im Westen des Landes Grenzkontrollen, um ins Nachbarland Kolumbien zu gelangen. Sie kletterten über einen von venezolanischen Sicherheitskräften quer gestellten Container.

Venezuela leidet unter einer schweren Versorgungskrise. Über drei Millionen Menschen haben deshalb ihre Heimat bereits verlassen.

In einem Streit um die Lieferung von Hilfsgütern hatte der sozialistische Staatschef Nicolás Maduro die Grenze zu Kolumbien Ende Februar schließen lassen.

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