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70-jähriges Bestehen der NATO: Stoltenberg würdigt Militär-Bündnis vor US-Kongress

70-jähriges Bestehen der NATO: Stoltenberg würdigt Militär-Bündnis vor US-Kongress
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In Washington hat die NATO ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert.

Bei einem Festakt erinnerte Generalsekretär Jens Stoltenberg an die Errungenschaften des Bündnisses. Er warnte aber auch vor einem "selbstbewussterem" Russland:

"Wir wollen kein neues Wettrüsten. Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg, aber wir dürfen nicht naiv sein. Eine Vereinbarung, die nur von einer Seite eingehalten wird, bietet keine Sicherheit.

Die NATO hat nicht die Absicht, Atomraketen in Europa zu stationieren, aber die NATO wird immer die notwendigen Schritte unternehmen, um eine glaubwürdige und wirksame Abschreckung zu gewährleisten."

"Schmarotzende" Europäer

Stoltenberg ging auch auf den Streit um die Verteidigungsausgaben ein. US-Präsident Donald Trump hatte in dem Zusammenhang von "schmarotzenden" Europäern gesprochen.

"Die NATO-Verbündeten müssen mehr für die Verteidigung ausgeben. Das war die klare Botschaft von Präsident Trump, und diese Botschaft zeigt tatsächlich Wirkung."

Trump hatte deshalb sogar mit einem Rückzug der USA aus dem Bündnis gedroht.

Historische Bindung

Stoltenberg betonte die historischen Bindungen, die zur Erhaltung von Frieden und Demokratie beitrügen.

"Europa und Nordamerika sind durch den Atlantik nicht getrennt. Wir sind durch ihn verbunden, und genau wie der Atlantik verbindet die NATO unsere Kontinente, unsere Nationen und unser Volk."

Doch im Hintergrund gärt der Streit weiter: US-Vizepräsident Mike Pence rügte erneut Deutschlands Kooperation mit Russland beim Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2.