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Istanbul: Kandidat Imamoglu fordert Anerkennung von Wahlsieg

Istanbul: Kandidat Imamoglu fordert Anerkennung von Wahlsieg
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Im Streit um die Bürgermeisterämter in den türkischen Großstädten Ankara und Istanbul hat der Istanbuler Oppositionskandidat Ekrem Imamoglu die Wahlkommission aufgefordert, ihn als Sieger anzuerkennen.

Imamoglu kritisierte zudem die Regierungspartei AKP, weil sie von Wahlbetrug spreche, obwohl sie seit Jahren behaupte, die Türkei habe das sicherste Wahlsystem der Welt. Gegenüber Euronews zeigte sich Imamoglu zuversichtlich, dass er als Bürgermeister bestätigt wird:

"Die AKP hat keine Daten, die das Wahlergebnis ändern könnten. Es ist nur eine Frage des Wahrnehmungsmanagements. Wir haben die Daten, die mit den Ergebnissen der Obersten Wahlkommission übereinstimmen. Es mag einige Fehler geben, aber es ist sicher, dass diese kleinen Fehler die Ergebnisse nicht ändern können. Der Versuch, alle ungültigen Stimmen erneut zu zählen, könnte Misstrauen hervorrufen. Es könnte der Demokratie in der Türkei schaden und sie in ein schlechtes Licht rücken. Sowohl eine Niederlage einzugestehen als auch einen Sieg zu feiern, ist eine Tugend. Aber das können sie nicht tun. Das macht mich traurig für die Türkei und Istanbul. Wir wissen, dass sie Istanbul seit 25 Jahren regieren. Wir wissen, dass es wichtig ist, Bürgermeister in dieser Stadt zu sein. Sie sollten jedoch wissen, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Manchmal kommt jemand, der erfolgreicher ist, und übernimmt die Führung. Das ist ganz normal. Unser aktuelles Ziel ist es, Istanbul zu regieren und dabei sehr erfolgreich zu sein. Die Entscheidung über eine zukünftige politische Karriere sollte nicht die Entscheidung einer einzelnen Person sein. Sonst kann der Politiker nicht erfolgreich sein. Die Zeit wird es uns zeigen. Niemand weiß, wohin die Gesellschaft in der Zukunft einen Politiker bringen kann."

Ankara und Istanbul werden seit 25 Jahren von islamisch-konservativen Bürgermeister reagiert. Imamoglu hat den Hohen Wahlausschuss (YSK) aufgefordert, ihn als gewählten Bürgermeister zu bestätigen, damit er mit der Arbeit fortfahren kann. Imamoglu forderte, die Wahlbehörde solle sich nicht von der Regierung unter Druck setzen lassen.