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Tierschützer blockieren Verkehr, Premier nennt sie "grüne Kriminelle"

In Australien haben militante Tierschützer am Montag mit Protestaktionen für Aufsehen gesorgt. In mehreren Städten kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. In Melbourne legten Demonstranten zur morgendlichen Rush Hour eine viel befahrene Kreuzung lahm. Sie stellten Minibusse auf der Fahrbahn ab und setzten sich auf die Straße. Allein in Melbourne wurden 38 Menschen festgenommen.

Landesweit kam es über 50 Festnahmen. Vor mehreren Schlachthöfen ketteten sich Tierschützer an Lastwagen, um die Zufahrten zu blockieren. Proteste gab es auch in Brisbane, Sydney sowie in Hobart, der Hauptstadt der australischen Insel Tasmanien.

Premierminister Scott Morrison bezeichnete die Proteste als "unaustralisch", die Demonstranten als "grüne Kriminelle." Er versprach allen Landbesitzern seine Unterstützung, sollten sie gegen Tierschützer vorgehen wollen, die auf ihren Bauer- oder Schlachthöfen demonstrierten.

Die Proteste richten sich gegen die teils lebensunwürdigen Bedingungen für Tiere in australischen Farmen. Sie fanden ein Jahr nach der Veröffentlichung der Dokumentation “Dominion” statt. Mithilfe von Drohnen und versteckter Kameras fingen die Macher einen ungeschönten Blick auf Massentierhaltung in Australien ein. Die Tierschützer beklagen, dass sich auch nach Publikation dieser Bilder nichts verbessert habe.

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