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Ruanda wirft deutschem Botschafter Beleidigungen vor

Ruanda wirft deutschem Botschafter Beleidigungen vor
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REUTERS/Jean Bizimana
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Der deutsche Botschafter in Ruanda hat das Land nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin verlassen. Das wurde nur wenige Tage nach der Gedenkfeier zum Völkermord in Ruanda bekannt. Denn dort war der deutsche Diplomat Peter Woeste nicht anwesend.

Er habe "beleidigende Bemerkungen über unser Land und den Präsidenten selbst" gemacht, sagte Olivier Nduhungirehe, der für die Ostafrikanische Gemeinschaft zuständige Staatssekretär im ruandischen Außenministerium.

"Er wurde von seiner Regierung zurückberufen, nachdem wir das Thema mit ihr angesprochen hatten", fügte Nduhungirehe hinzu. Jedoch machten weder er noch das Auswärtige Amt in Berlin Angaben zur Natur der Beleidigungen oder um welche Bemerkungen des Botschafters es sich handle.

Die Tageszeitung "Die Welt" hatte bereits vergangene Woche über eine kritische Bemerkung in einer privaten E-Mail Woestes berichtet. Diese hätte zu politischen Spannungen zwischen Deutschland und Ruanda geführt, nachdem die E-Mail in die Hände der Behörden gelangt war.

Ruanda ist eine ehemalige deutsche Kolonie. Nach dem Ersten Weltkrieg war das Land in Ostafrika unter belgischer Herrschaft. 1962 erlangte es die Unabhängigkeit.

Dann kam es 1994 zu einem der grausamsten Völkermorde: Vertreter der Hutu-Mehrheit töteten etwa 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu. 25 Jahre später gedachten die Ruandesen des Genozids mit Feierlichkeiten in Kigali.