Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Madeira im Laufschritt: 115 Kilometer rauf und runter

Madeira im Laufschritt: 115 Kilometer rauf und runter
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Der Ultratrail von Madeira ist ein Extremlauf über 115 Kilometer. euronews-Reporter Rodrigo Barbosa hat sich dieser Herausforderung auf der Atlantikinsel gestellt.

Barbosa: „Der Lauf ist gerade mal 15 Minuten alt und schon gibt es die erste Schwierigkeit: Einen sehr steilen Anstieg. So ist Madeira: immer hoch und runter.“

Zu den Herausforderungen der Strecke kommt, dass diese teils mitten in der Nacht bewältigt werden müssen.

„Ich bin jetzt am zweiten Messpunkt, jetzt liegt der Aufstieg zum Posten des Waldwächters von Estanquinhos vor mir“, so Barbosa. „Das gilt als die schwierigste Stelle des Laufes: 1400 Höhenmeter auf 10 Kilometern. Die Kenner sagen: Wenn man das hinter sich hat, ist schon beinahe die Hälfte des Laufes geschafft. Mal sehen. Es ist fast vier Uhr morgens.“

Weiter geht’s. Nach den anstrengenden Stunden geht es nicht minder anspruchsvoll weiter – aber das Auge wird belohnt.

„Ich bin die ganze Nacht gelaufen, jetzt wird es langsam hell und es gibt die ersten eindrucksvollen Bilder von Madeira“, sagt der euronews-Reporter.

„Wir sind gerade an Encumeada vorbeigekommen - das ist eine der bekanntesten Stellen des Laufes“, so Barbosa. „Man muss jetzt noch etwas laufen, ehe es zum Gipfel hinaufgeht. Bis gleich! … Jetzt sind wir an diesem bekannten Anstieg: Sehr steil, wie man sieht..."

Wieder werden die Läufer mit tollen Bildern der Insel belohnt. Madeira in voller Pracht: „Dieser Anstieg ist sehr schwierig. Aber es lohnt sich: Auf der einen Seite das Tal, auf der anderen ein Meer aus Wolken“, berichtet Barbosa.

Teils hat man den Eindruck, der Lauf wolle einfach nicht enden. Doch so langsam nähern sich die Sportler dem Ziel.

„Ich habe gerade den Messpunkt bei Kilometer 85 hinter mir. Noch 30 Kilometer“, sagt der euronews-Reporter. „Mir tut alles weh, aber der Geist ist noch frisch und gibt mir den Befehl, weiterzumachen. Noch ein steiler Anstieg, dann sind es nur noch 25 Kilometer bis zur Ziellinie. Das wird wohl nach der Dämmerung sein.“

Dann ist es geschafft. Rodrigo Barbosa hat die Herausforderung bewältigt – und ist völlig ausgelaugt.

Barbosa: „Das ist das Ende dieses Abenteuers. Einmal von Porto Moniz nach Machico, von einer Seite Madeiras auf die andere.“