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Rassistische Kommentare gegen schwarze Studenten - Uni Metz ermittelt

Rassistische Kommentare gegen schwarze Studenten - Uni Metz ermittelt
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Soziologiestudenten an der Université de Lorraine in Metz sollen eine Facebook-Gruppe gegründet haben, um sich über schwarze Kommilitonen lustig zu machen. Dabei wurden Kommentare mit rassistischem Inhalt gepostet.

Die Universitätsleitung hat den Vorfall aufs Schärfste verurteilt und eine interne Untersuchung angekündigt. Der Vorfall wurde die Staatsanwaltschaft in Metz weitergeleitet.

Andere Studenten waren in den sozialen Netzwerken auf diskriminierende Kommentare und Videos gestoßen, die sich die Mitglieder einer privaten Facebook-Gruppe via Messenger austauschten und hatten diese mittels Screenshots veröffentlicht, um auf die rassistischen Ausfälle aufmerksam zu machen.

"Null Toleranz für ein solches inakzeptables Verhalten auf unserem Campus und anderswo", reagierte Frankreichs Hochschulministerin Frédérique Vidal in einem Tweet. "Mein ganzes Vertrauen an @Univ_Lorraine, die, da bin ich sicher, schnell und vorbildlich reagieren wird , um die Täter zu bestrafen", fügte sie hinzu.

Die Studentengewerkschaft UNEF Lothringen forderte in einer Erklärung "die Universitätsgemeinschaft zu entschlossenen Antworten auf solche Handlungen" auf, die sie "scharf" verurteilt.

Auch die Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (Licra) verurteilte den Vorfall auf Twitter: "Die Fakten sind ernst und erfordern exemplarische Sanktionen. Die Universität muss ein Raum sein, der sich dem Wissen und der Toleranz widmet. Rassismus hat keinen Platz darin".

Dem französischen online-Magazain "Brut" berichtete eine Studentin, sie habe mehrfach beobachtet, wie mutmaßliche Mitglieder der Facebook-Gruppe dunkelhäutige Studenten in ihren Kursen fotografiert und dann in Kommentaren mit Affen verglichen hätten. Die Opfer sollen sogar mit Parfüm besprüht worden sein.

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