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Gruß des neuen Kaisers

Gruß des neuen Kaisers
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Dort wo der Vater am Dienstag den Göttern seine Abdankung verkündet hatte, bestieg am Mittwoch der Sohn als neuer Kaiser den japanischen Chrystanthementhron. Auch wenn das am MIttwoch im kaiserlichen Palast in Tokio nicht ganz wörtlich zu nehmen war, denn der Tenno blieb stehen, ebenso seine Frau Masako.

Naruhito und Masako auf dem Thron

Die ehemalige Top-Diplomatin Masako, einst durch schwierige Schwangerschaft und depressive Verstimmungen als Aschenputtel der kaiserlichen Familie verschrien, ist nun Kaiserin und folgte damit ihrer Schwiegermutter Michiko als oberste Repräsentantin ihres Landes. An ihrer Seite legte Kaiser Naruhito seinen Schwur ab: "Ich schwöre, dass ich im Einklang mit der Verfassung handeln und meine Verantwortung als Symbol des Staates und der Einheit des Volkes von Japan nachkommen werde. Dabei wird meine Sorge stets dem japanischen Volk gelten und ich werde an seiner Seite stehen. Ich bete für das Glück der Menschen und für die weitere Entwicklung der Nation und für den Frieden in der Welt."

Staatsrechtlich gilt er nun als Kaiser Japans. Die religiöse, schintoistische Zeremonie zur Thronbesteigung soll erst im Oktober stattfinden.

Kaiser nahe am Volk

Der Generationswechsel an der Spitze von Monarchie und Staat ist vollzogen - begrüßenswert, finden viele junge Japaner.

"Es gibt da ein Gefühl der Nähe mit dem neuen Kaiser und der Kaiserin, denn sie sehen die Dinge ähnlich wie wir es tun", fand am Mittwoch Maiko Yoshimura. Und Shio Ryo ergänzte: "Als ich heute morgen die Zeitung sah, war ich sehr aufgeregt. Ich war gerührt und fühlte, dass es auch für mich etwas zu feiern gibt."

Neuer Tenno, neues Credo

Das Credo der neuen Kaiserära, "Reiwa", also "wunderbare Harmonie", wurde auf einem Bauernhof bei Tokio von Schafen buchstabiert. Die hungrigen Tiere rannten auf Futter zu - das hatten man zuvor in Form des "Reiwa"-Schriftzeichens ausgestreut. Ein gar tierischer Gruß an den neuen Monarchen.