Israelische Luftangriffe haben erneut die südlichen Vororte von Beirut getroffen. Libanesische Staatsmedien berichten von mehreren zerstörten Gebäuden in der Nacht.
Dichter Rauch lag über dem Gebiet. Feuerwehrleute bekämpften die Brände, Anwohner räumten Trümmer von den beschädigten Straßen. Rettungskräfte durchkämmten die Einschlagsorte seit Tagesanbruch. Bislang meldeten die Behörden keine Todesopfer oder Verletzten, doch die Zerstörung erstreckt sich über mehrere Stadtviertel. Weitere Angriffe südlich der Hauptstadt setzen die örtlichen Dienste zusätzlich unter Druck.
Die Angriffe fallen in eine Phase zunehmender Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah. Das israelische Militär greift Stellungen der Schiitenmiliz an, die ihrerseits Raketen auf Nordisrael abfeuert. Bodenoperationen im Süden des Libanon schüren die Sorge vor einer weiteren Eskalation.
Nach Angaben der Behörden sind seit Anfang März mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. Viele sind in den Norden gezogen oder haben in überfüllten Notunterkünften Zuflucht gesucht. Manche schlafen inzwischen in ihren Autos, weil es kaum noch freie Plätze gibt.