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Hilfen für Mosambik reichen nicht aus

Hilfen für Mosambik reichen nicht aus
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Nach dem zweiten schweren Wirbelsturm innerhalb weniger Wochen in Mosambik reicht die internationale, humanitäre Hilfe für das Land bei weitem nicht aus. Der Sachschaden ist groß.

Mindestens 41 Menschen kamen durch den zweiten Zyklon "Kenneth" ums Leben. Rund 600 Menschenleben forderte der Zyklon "Idai".

Die der Nordküste von Mosambik vorgelagerte Insel Matemo wurde nach Aussage von Helfern völlig verwüstet.

Gemma Connell von der Hilfsorganisation der Vereinten Nationen Ocha erklärt, die zehn Millionen US-Dollar, umgerechnet neun Millionen Euro, an Hilfen seien nicht ausreichend: "Leider ist es nicht genug. Wir brauchen mehr von der internationalen Gemeinschaft. Die zehn Millionen Dollar sind ein Anfang, aber allein der Schaden der durch Idai angerichtet wurde, ist nur zu 30 Prozent gedeckt. Daher muss die internationale Gemeinschaft tiefer in die Taschen greifen. Die Menschen in Mosambik leiden."

Meteorologen zufolge ist Mosambik noch nie innerhalb einer Saison von zwei so starken Wirbelstürmen getroffen worden. Das Land gehört nach dem Index des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zu den zehn ärmsten Staaten der Welt.

Nach Ocha-Angaben wurden mehr als 189.000 Menschen durch den jüngsten Wirbelsturm geschädigt. Bevor "Kenneth" in der Nacht zum Freitag in Mosambik auf Land traf, hatte er die rund 400 Kilometer östlich Matemos im Indischen Ozean gelegenen Komoren heimgesucht. Erst Mitte März hatte der Zyklon "Idai" im Zentrum der früheren portugiesischen Kolonie gewütet.