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Holocaust-Gedenktag: Warnung vor Ausbreitung des Judenhasses in Europa

Holocaust-Gedenktag: Warnung vor Ausbreitung des Judenhasses in Europa
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Mit zwei Schweigeminuten bei gleichzeitigem Sirenengeheul ist in Israel der Holocaust-Opfer gedacht worden. Während der systematischen Ermordung von Juden durch die Nationalsozialisten und ihre Verbündeten in den 1930er und 1940er Jahren waren rund sechs Millionen Menschen getötet worden.

Auf einer Gedenkveranstaltung in Yad Vashem warnte Israels Präsident Reuven Rivlin vor einer Ausbreitung des Judenhasses - insbesondere in Europa.

„Politische Kräfte, zu deren Sprache, Erbe oder Ideologie antisemitische und rassistische Elemente gehören, können niemals unsere Verbündete sein. Ob sich Antisemitismus und Rassismus auf der rechten Seite in Reden über Einwanderung verstecken oder in Reden über Menschenrechte auf der linken Seite: Überall, wo das vorkommt, müssen wir es anprangern“, sagte Rivlin.

Europa werde wieder von den Geistern der Vergangenheit verfolgt - „Ideen von Überlegenheit, nationaler Reinheit und Fremdenhass“, so Israels Staatsoberhaupt weiter.

Nach Angaben der Universität Tel Aviv ist die Zahl von Gewalttaten aus Judenhass im vergangenen Jahr weltweit gestiegen. So waren demzufolge unter anderem 13 Morde aus antisemitischen Beweggründen zu verzeichnen.