Von dieser Hinrichtung war bislang kein Foto bekannt, bevor die Aufnahmen kürzlich bei eBay aufgetaucht waren. In Griechenland fordern Politiker, die Staat solle die Bilder kaufen. Griechische Experten wollen nun ihre Echtheit prüfen.
Experten des griechischen Kulturministeriums sind nach Belgien gereist, um sich mit dem Eigentümer der Fotos zu treffen, die jüngst für Entsetzen gesorgt haben.
Die Bilder, die Momente vom Tag der Hinrichtung von 200 Kommunisten durch die Nazis in Kaisariani zeigen, waren nach nach 80 Jahren bei einer Ebay-Auktion aufgetaucht.
Berichten zufolge hat der belgische Sammler einer Echtheitsprüfung zugestimmt. In Griechenland gab es Forderungen danach, dass die griechischen Behörden die Bilder kaufen sollen.
"Sie müssen vom griechischen Staat erworben werden, wenn sie echt sind. In diesem Fall handelt es sich um einzigartige Dokumente, die untrennbar mit einem bestimmten tragischen Ereignis der griechischen Geschichte verbunden sind und daher zum kulturellen Erbe des griechischen Volkes gehören", so Pavlos Marinakis, Sprecher der Regierung.
"Das Kulturministerium hat bereits die Verfahren für den Erwerb der Fotos eingeleitet, sofern der Eigentümer oder eBay ihre Echtheit nachweisen können oder eine Kontrolle durch vom Kulturministerium ernannte Experten akzeptieren."
Eine wichtige Frage ist, ob die Fotos als Kriegsbeweise eingestuft werden, da sie sich auf ein Nazi-Kriegsverbrechen beziehen. Sollte dies der Fall sein, ist ihr Verkauf verboten und sie müssen auf dem Rechtsweg eingefordert werden.
Entdeckt wurden die Fotos von der Facebook-Gruppe "Greece at WWII Archives", die regelmäßig Dokumente und vor allem Bilder aus Griechenland während des Zweiten Weltkriegs veröffentlicht. Die Gruppe machte den Fund öffentlich und teilte die Aufnahmen.