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Rückendeckung für Guaidó: Lima-Gruppe appelliert an Russland und Türkei

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Reuters
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Truppen mobilisieren für den nächsten Akt: Mit einem flammenden Appell vor Angestellten des staatlichen Erdölkonzerns PDVSA versuchte Oppositionsführer Juan Guaidó am Freitag, das venezolanische Militär zu neuen Protestaktionen auf der Straße zu bewegen.

Der selbst ernannte Interimspräsident will in der kommenden Woche das Land mit einer Streikserie lahmlegen, um Maduros Regierung in die Knie zu zwingem.

Juan Guaidó: "Ich bin zutiefst bewegt von Soldaten, die trotz der vom kubanischen Geheimdienst und Spionageabwehrkräften auferlegtem Furcht, trotz der Folter, die sie in Kellern erdulden mussten, aufstanden und sagten: 'Du kannst auf uns zählen, Venezuela!'."

Rückendeckung erhielt Guaido von der sogenannten Lima-Gruppe, der lateinamerikanische Länder angehören. Sie appellierte an die Internationalen Kontaktgruppe für Venezuela, sich auf eine gemeinsame Haltung zu dem Konflikt zu verständigen. Und Druck auf das Lager Maduro-Unterstützer machen.

Nestor Popolizio, Peruanischer Außenminister: "Wir erneuern unsere Aufforderung an Russland, die Türkei und all jene Länder, die das illegitime Regime von Nicolas Maduro noch immer unterstützen, einen demokratischen Übergangsprozess zu fördern.

"Wir haben beschlossen, die notwendigen Schritte zu unternehmen, damit Kuba an der Suche nach einer Lösung für die Krise in Venezuela teilnehmen kann."

Derweil ist die Lage an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien weiterhin angespannt. Ein am Freitag in den sozialen Netzwerken veröffentlichtes Video zeigt, wie sich nach einer Schießerei an einem illegalen Grenzübergang nahe der gesperrten Simon Bolivar Brücke, Menschen in Panik auf den Boden werfen. Nach Angaben der kolumbianischen Behörden wurde dabei niemand verletzt.