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Guaidó ruft Zivilisten zu den Kasernen - Maduro setzt aufs Militär

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Anhänger des venezolanischen Oppositionsführers Juan Guaido haben sich vor einem Militärstützpunkt in Caracas versammelt. Einige Soldaten verbrannten ein Flugblatt der Demonstranten. Darauf baten die Guaido-Anhänger die Truppen um Unterstützung und forderten sie auf, "sich an die Verfassung zu halten und die Venezolaner zu verteidigen".

Die Militärführung, die wichtige Posten in der Wirtschaft besetzt, hält bisher zu Maduro. Juan Guaido hatte die Streitkräfte aufgefordert, sich gegen Präsident Nicolas Maduro zu stellen: "Achtzig Prozent der Armee sind mit der Politik dieses Regimes nicht einverstanden. Wer kann mit einem Gehalt von zehn Dollar im Monat zufrieden sein, das ist absolut nicht genug, um über die Runden zu kommen und die Familie zu ernähren."

Präsident Maduro rief die Streitkräfte zur Verteidigungsbereitschaft gegen eine "imperialistische Konspiration" auf. Er besuchte am Samstag ein Manöver, an dem 5000 Soldaten teilnahmen: "Wir sagen den Verrätern, der Putsch-Oligarchie, dem Imperialismus und denen in Washington: Für immer loyal."

Russland und die USA beschuldigen sich gegenseitig, die Krise in Venezuela zu verschärfen. Washington unterstützt Guaidó. Russland schickte Militärberater zur Unterstützung der regierungstreuen Streitkräfte und steht hinter Maduro.