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Theresa May: mit Jürgen Klopp zum Brexit-Erfolg

Theresa May: mit Jürgen Klopp zum Brexit-Erfolg
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REUTERS/Hannah Mckay
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Dreimal ist Großbritanniens Premierministerin Theresa May mit ihrem Brexit-Deal gescheitert, doch völlig aufgegeben hat sie immer noch nicht. Trotzig wehrt sie sich gegen Angriffe aus der Opposition und den eigenen Reihen. Jüngstes Beispiel: der Sieg des Fußballclubs Liverpool unter Jürgen Klopp, den Oppositionsführer Jeremy Corbyn nach der Frühlingspause des Parlaments im britischen Unterhaus gegen May ausspielte.

Angesichts der unglaublichen Vorstellung von Liverpool gegen Barcelona könne sich die Premierministerin ja ein paar Anregungen von Jürgen Klopp einholen, witzelte Corbyn. May konterte, die Vorstellung von Liverpool im Champions-League-Halbfinale zeige, dass man selbst dann noch erfolgreich sein könne, wenn jeder sage, dass alles gelaufen sei.

Abgesehen von dem kreativen Schlagabtausch also nichts Neues nach der Frühlingspause des Unterhauses. Auch nicht neu: May betonte wieder, sie wolle kein zweites Referendum, sondern den im ersten Referendum geäußerten Wunsch des Volkes umsetzen.

Auch zurücktreten will May nicht früher als angekündigt, selbst jetzt nicht, nachdem die Briten entgegen dem Willen so ziemlich jeder involvierten Partei an den Europawahlen teilnehmen.

Ob es nicht an der Zeit sei, jemandem anderen die Parteiführung und die Verhandlungen zum EU-Austritt zu überlassen, fragte Andrea Jenkyns, konservative Abgeordnete und starke Verfechterin des Brexit.

Wenn es nach ihr ginge, antwortete die unnachgiebige May, hätte Großbritannien die EU bereits verlassen.

Bedenken weggewischt, Job an der Spitze des Landes gesichert, zumindest vorerst – trotz des katastrophalen Abschneidens der Konservativen bei den Kommunalwahlen. Dass die Premierministerin Ruhe hat, ist aber keineswegs sicher. So planen einige ihrer Kollegen eine Änderung der Parteistatuten. Damit könnte May ein weiteres Misstrauensvotum bevorstehen.