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ESC 2019 Geheimtipp: Australien singt den Babyblues

ESC 2019 Geheimtipp: Australien singt den Babyblues
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REUTERS/Amir Cohen
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Ihr Auftritt ist grandios: die in ihrer Heimat sehr bekannte Opernsängerin Kate Miller-Heidke in weißem Abendkleid auf riesigen Stelzen auf der Bühne und trägt eine Sternenkrone.

Dabei geht es in ihrem Song "Zero Gravity" um ein sehr persönliches Thema - nämlich um die Depression, die Kate Miller-Heidke nach der Geburt ihres Sohnes Ernie 2016 durchgemacht hat. Die inzwischen 37-Jährige erzählt auch auf Facebook, dass sie sich eigentlich schon immer gewünscht hatte, Mutter zu werden, dass dann aber alles ganz anders kam, als sie sich vorgestellt hatte.

Ernie kommt per Kaiserschnitt zur Welt. Kate Miller-Heidke sagt, dass sie danach nicht wusste, wie sie Ernie füttern, wie sie die Windeln wechseln sollte, dass sie sich einfach schlecht und schwach fühlte. In dem Video teilt die Sängerin persönliche Fotos des Babys und von dessen Vater, der sich rührend um den Sohn gekümmert hat, als Kate Miller-Heidke es nicht konnte.

Inzwischen ist Ernie drei Jahre alt und der ganze Stolz seiner Eltern.

Das Outfit des Operstars kommt nicht bei allen gut an. Der Standard schreibt: "Kate Miller-Heidke gibt in luftiger Höhe auf Stelzen die weiße, schulterbepolsterte Madonna mit Strahlenkranz. Das hat Frau Ciccone schon besser hinbekommen!"

Ob sich Australien mit Kate Miller-Heidke fürs Finale am Samstag qualifizert, sollte sich im ersten Halbfinale entscheiden. Für einige ESC-Experten ist "Zero Gravity" zwar ein Außenseiter, aber ein ganz heißer Tipp.

Übrigens ist Australien seit einer Einladung vor vier Jahren beim eigentlich europäischen Eurovision Song Contest dabei. Das australische Fernsehen SBS strahlt den ESC schon seit 1974 aus, und dieser ist Down Under sehr beliebt. Das beste Ergebnis für Australien erzielte Dami Im mit "Sound of Silence". Bei der ersten ESC-Teilnahme 2015 kam sie auf Platz 5.

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