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Euronews Special: Populismus in Europa

Euronews Special: Populismus in Europa
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Die Zukunft der EU in Zeiten von zunehmendem Populismus - das war das bestimmende Thema beim Euronews Special-Event in Paris. Denn die EU-Skeptiker dürfen bei der bevorstehenden Europawahl auf große Stimmenzuwächse hoffen. Umso deutlicher positionieren sich die Pro-Europäer, wie beispielsweise Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici.

"Zum ersten Mal seit seiner Gründung hat Europa Feinde. Menschen, die Europa zerstören wollen - darum geht es beim Populismus. Und wenn sich diese Populisten vereinigen und die Pro-Europäer gespalten sind, dann kann es zu einem Stillstand kommen das wäre der erste Schritt zum Sieg für die Populisten, die wir nationalistisch oder rechtsextrem nennen können."

"Sie glauben, die Geschichte zurückdrehen zu können"

Der Aufstieg der Populisten wurde durch die Ängste vor Einwanderung und der Wut über Sparmaßnahmen angeheizt. Aber obowohl die Ursachen klar sind, sind die Lösungen es nicht.

Alde-Chef Guy Verhofstadt erklärt das so:

"Das Problem mit den Populisten beginnt, wenn wir uns ihre sogenannten Vorschläge anhören, um diese Ursachen zu beseitigen. Und hier machen sie einen großen Fehler, nämlich zu denken, dass wir die Geschichte zurückdrehen können, dass es in Zukunft eine Welt geben kann, die sich auf die Nationalstaaten stützt und nicht auf große Reiche wie zum Beispiel China, Indien und Russland."

Georgien würde gerne Londons Platz einnehmen

Hat die EU durch ihre aktuellen Schwierigkeiten an Ansehen eingebüßt bei möglichen Mitgliedskandidaten? Die proeuropäische Präsidentin von Georgien, Salome Zourabichvili, glaubt das nicht.

"Das einzige, was wir nicht verstehen, ist, was Großbritannien da macht. Wir würden sehr gerne den Platz einnehmen, den Großbritannien frei macht. Unsere einzige Perspektive aus unserer heutigen Sicht ist Europa. Das ist die langfristige Perspektive. Georgien hat das Gefühl, nach Europa zurückkehren zu müssen."

In der gesamten Europäischen Union gehen die Menschen vom 23. bis 26. Mai zur Wahl. Erst wenn alle Stimmen ausgezählt sind, werden wir wissen, wie beliebt oder populistisch die Europäische Union geworden ist.