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Geiselnahme in ukrainischem Gefängnis: Kein Essen und Schläge

Geiselnahme in ukrainischem Gefängnis: Kein Essen und Schläge
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In einem Gefängnis in Odessa in der Ukraine haben Gefangene drei Wärter und drei Krankenschwestern als Geiseln genommen. Sie hatten zuvor einen Brand entfacht, um die Sicherheitskräfte abzulenken. Mehrere Wärter wurden verletzt. Es dauerte vier Stunden, bis die Polizei die Geiselnahme unblutig beenden konnte.

Der stellvertretende Polizeichef Serhiy Shaikhet sagte: "Niemand wurde getötet. Kein Gefangener ist geflohen. Ihre Forderung zur Freilassung der Geißeln war: Sie wollen nicht mehr von den Wärtern geschlagen werden."

Die Frau eines Gefangenen, Natalia Portorescu, erzählte der Presse, seit langem beschwerten sich die Insassen über die Bedingungen in der Haftanstalt. Es gebe nicht genug zu essen. Eine neue Regelung verbiete nun auch, dass Familienangehörige den Insassen etwas zu essen bringen dürfen.

"Sie wollen doch nur etwas essen und nicht mehr geschlagen werden"

Portorescu meint, das Verbot sei eine Strafe dafür, dass die Gefangenen sich beschwert und auch Briefe u.a. an die Präfektur geschrieben hätten. Dies habe der Anstalt nicht gepasst. Deshalb sei nicht nur Essen von Außen verboten worden, sondern das Gefängnis habe begonnen, den Gefangenen nicht mehr genug zu essen zu geben. Sie sagt, sie habe Informationen, dass die Geißelnahme deshalb passierte. Die Gefangenen seien in den Speisesaal gekommen und hätten gesehen, dass wieder kaum etwas zu essen da gewesen sei. Daraufhin hätten einige aus Wut ein Feuer gelegt und dann die Geißeln genommen. Sie bestätigte, die Gefangenen hätten gefordert, dass die körperliche Gewalt gegen sie aufhöre. "Sie wollen doch nur etwas essen und nicht mehr geschlagen werden", so Portorescu.

Die Menschenrechtsbeauftragte Lyudmila Denisova gab dagegen an, den Gefangenen habe nicht gepasst, dass ihre Zellen auf Drogen untersucht wurden. Deshalb hätten sie randaliert und dann die Geißeln genommen.

Geiselnahme unblutig beendet