Kann Mexiko die drohenden US-Strafzölle doch noch abwenden?

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Von Andrea Büring mit dpa, reuters, afp
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Von Montag an drohen Mexiko Strafzölle, sollte der Flüchtlingsstrom in die USA nicht abreißen.

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Im Grenzstreit zwischen den USA und Mexiko gibt es keinen entscheidenden Durchbruch. Nach neuen Verhandlungen machte die mexikanische Regierung weitere Zugeständnisse, die den USA jedoch nicht weit genug gehen.

Progressive Strafzölle

Diese drohen Mexiko mit Strafzöllen auf alle Importe, sollte der Flüchtlingsstrom aus dem mittelamerikanischen Land weiter anhalten. Stichtag ist der kommende Montag. Die Zölle könnten von zunächst 5% auf 25% im Herbst ansteigen.

Zugeständnisse

Um den US-Forderungen entgegen zu kommen, kündigte die mexikanische Regierung an, 6.000 Soldaten an die Grenze zu Guatemala zu verlegen. Seit Monaten durchqueren Migranten aus armen mittelamerikanischen Staaten Mexiko, um in den USA Asyl zu beantragen. Der Flüchtlingsstrom nahm zuletzt deutlich zu, vor allem die Zahl von Minderjährigen.

Als weitere Maßnahme kündigte Mexiko an, Konten von Schleusern einzufrieren. Thema bei den Verhandlungen ist auch eine Änderung des Asylrechts nach EU-Vorbild. Somit müssten Migranten künftig im ersten "sicheren" Land Asyl beantragen, das sie betreten - in Mexiko. Zugeständnisse, die bisher verhallten. Bewegung in den Grenzstreit könnte an diesem Freitag kommen, wenn US-Präsident Donald Trump von den D-Day-Feierlichkeiten aus der Normandie zurückkehrt.

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