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Erste Ebola-Fälle in Uganda

Erste Ebola-Fälle in Uganda
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In Uganda ist ein fünfjähriger Junge an Ebola gestorben - einen Tag zuvor war bekannt geworden, dass er die Krankheit aus dem Kongo eingeschleppt hatte. Labore hätten zwei weitere

Erkrankungen bestätigt, so das Uganda-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – laut ugandischem Gesundheitsministerium bei der Großmutter des Jungen und seinem dreijährigen Bruder. Das hämorrhagische Fieber endet für die meisten Infizierten tödlich.

Der Junge war in einem Ebola-Behandlungszentrum in der Grenzstadt Bwera versorgt worden. Er hatte sich ersten Erkenntnissen zufolge bei einem Besuch seiner Familie im Kongo mit dem gefährlichen Virus infiziert. Die Familie war am Sonntag – offenbar unter Umgehung der gesundheitlichen Kontrollen am Grenzübergang - nach Uganda eingereist.

Jane Ruth Aceng,Gesundheitsministerin von Uganda:

„Das Kind wurde von Medizinern des Kagando-Krankenhauses mit Anzeichen und Symptomen von Ebola entdeckt und sofort zur weiteren Behandlung in die Ebola-Abteilung des Bwera-Krankenhauses gebracht und isoliert. Alle anderen kongolesischen Familienmitglieder wurden identifiziert und sind in Quarntäne im Krankenhaus Bwera.“

Der Fall ist laut WHO "der erste bestätigte Fall in Uganda während des Ebola-Ausbruchs in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo."

Seit die Epidemie im August im Osten des Kongo ausbrach, wurden laut Gesundheitsministerium 2.062 Fälle fesgestellt, zwei Drittel (1.390) endeten tödlich.

In Uganda kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Ebola- und Marburg-Ausbrüchen, beides oft tödlich verlaufende virale hämorrhagische Fieber. Die Gesundheitseinrichtungen zur Behandlung der Krankheiten in der Region gelten als relativ robust.

WHO WARNTE SEIT MONATEN

Die WHO hatte seit Monaten vor einer Ausbreitung der Epidemie auf andere Teile des Kongo oder Nachbarländer gewarnt.

An der Grenze zu Uganda werden alle Menschen routinemäßig auf Fieber untersucht, um eine Ausbreitung von Ebola zu verhindern. Allein im Ort Kasindi überqueren täglich bis zu 25.000 Menschen die Grenze.

Wegen der Gewalt in den kongolesischen Provinzen Nord-Kivu und Ituri
ist es schwierig, den bislang zweitschwersten bekannten Ebola-Ausbruch unter Kontrolle zu bringen.

su