Costa Cordalis mit 75 auf Mallorca gestorben

Costa Cordalis mit 75 auf Mallorca gestorben
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Udo Grimberg; https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode; Abwandlung
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Der Schlagersänger Costa Cordalis ist mit 75 Jahren gestorben. Das teilte dessen Sohn Lucas dem Kölner "Express" mit. Demnach sei der Musiker am Dienstagnachmittag auf Mallorca im Kreise seiner Familie verstorben.

Noch Ende Februar hatte Cordalis zusammen mit Sohn Lucas (51) - dem Ehemann von TV-Sternchen Daniela Katzenberger (32) - an einem Benefizkonzert zu Ehren des im Herbst verstorbenen «Goodbye Deutschland»-Stars Jens Büchner in Essen teilgenommen. Dabei soll er Medienberichten zufolge bereits erschöpft und angeschlagen gewirkt haben.

Bekannt wurde der Schlagerstar aus Griecheland 1976 unter anderem mit seinem Lied "Anita". Im Jahr 2004 gewann er in der RTL-Fernsehsendung "Dschungelcamp" und wurde zum Dschungelkönig gekrönt.

1944 als Konstantinos Kordalis in Mittelgriechenland geboren, wagte Cordalis mit gerade einmal 16 Jahren den Sprung nach Frankfurt, wo der Teenager schnell Deutsch lernte. Später studierte er Germanistik und Philosophie, ohne allerdings einen Abschluss zu erlangen. Seine Karriere als Sänger begann 1965, und zwar mit einem am King of Rock'n'Roll inspirierten Cover-Song: «Du hast ja Tränen in den Augen», eine deutsche Fassung des Elvis-Schmachtsongs «Crying in the Chapel».

Der Durchbruch gelang ein Jahrzehnt später mit einer Frauen-Trilogie: Carolina (1973), Anna Lena (1974) und Anita (1976) machten Cordalis auch dank Auftritten in Dieter Thomas Hecks «Hitparade» und Ilja Richters «Disco» schnell zur Kultfigur der Schlagerszene. Insgesamt verkaufte Costa Cordalis im Laufe der Jahre mehr als zehn Millionen Tonträger.

Einen privaten Einblick in sein Leben gewährte der Künstler zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 2014, als er unter dem Titel «Der Himmel muss warten» seine Autobiografie publizierte. «In der Boulevardpresse muss ich mich ständig gegen irgendwelche Anfeindungen wehren», schrieb Cordalis in dem Buch, das er gemeinsam mit Stefan Alberti von der «Neuen Osnabrücker Zeitung» verfasst hatte.

Im Internet gibt es Trauerbekundungen, Fans, die Links zu seinen Songas teilen, aber auch einige ein bisschen böse Tweets.

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