Atomstreit: Iran gibt sich kämpferisch, USA drohen mit mehr Sanktionen

Atomstreit: Iran gibt sich kämpferisch, USA drohen mit mehr Sanktionen
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Bisher haben die Verantwortlichen in Teheran nicht auf die Appelle aus Berlin und London reagiert, zu den Vereinbarungen des Atomabkommens zurückzukehren. Iran wollte seit Sonntag mehr Uran anreichern als im 2015 vereinbarten Abkommen erlaubt.

Der iranische Außenminister Javad Zarif forderte auf Twitter Unterstützung für sein Land im Machtkampf mit dem USA.

Auch Israels Ministerpräsident forderte die Europäer zum Handeln auf und warnte vor Teheran.

"Das ist ein sehr gefährlicher Schritt. Ich appelliere an meine Freunde, die Regierungen in Frankreich, Großbritannien und Deutschland: Ihr habt diesen Deal unterschrieben, und Ihr habt gesagt, dass es bei Nichteinhaltung Sanktionen geben wird. Das besagt auch die UN-Resolution. Wo seid Ihr jetzt?"

Der Iran-Experte Mohammad Ghaderi sieht eine kämpferische Haltung Teherans. "Die Botschaft aus Iran ist klar. Das Land will weder einen Krieg noch will es sich unterwerfen oder dem Westen ergeben. Wenn es ein respektloser Dialog zwischen Iran und dem Westen stattfindet, wird die Islamische Republik Iran wie bisher nicht einlenken und sich keinem Druck beugen."

Neuer Druck kommt aus den USA: US-Präsident Donald Trump erklärte an diesem Sonntag, der Iran tue "schlimme Dinge" ("bad things"). Außenminister Mike Pompeo meinte, die Überschreitung der Uran-Anreicherung Irans werde zu weiteren Sanktionen und zur weiteren Isolation Teherans führen.