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Kaper-Versuch? Neuer Tanker-Streit zwischen London und Teheran

Kaper-Versuch? Neuer Tanker-Streit zwischen London und Teheran
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POA(Phot) Mick Storey/Royal Navy/Handout via REUTERS
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Drei iranische Boote haben einen britischen Tanker im Persischen Golf bedrängt und zu stoppen versucht. Das hat ein Sprecher der britischen Regierung an diesem Donnerstagmorgen bestätigt. Zuvor hatten US-Medien berichtet, Iran habe versucht, den Tanker zu kapern. Ein britisches Kriesgsschiff - die HMS Montrose -, die den Tanker "British Heritage" begleitet, habe die iranischen Boot abgewehrt.

Die Regierung in London forderte Teheran zur Deeskalation der Situation auf.

Irans Revolutionsgarden weisen Vorwürfe zurück

Die iranischen Revolutionsgarden bestreiten, dass ihre Boote versucht haben, einen britischen Tanker zu kapern.

Rache Irans für festgesetzten iranischen Tanker?

Allerdings hatte der iranische Präsident Hassan Rouhani in der vergangenen Woch mit Konsequenzen gedroht, weil die britische Marine einen iranischen Tanker vor Gibraltar festgesetzt hatte. Dieser sollte offenbar Öl aus Iran in eine Raffinerie in Syrien bringen - entgegen der EU-Sanktionen.

Zuvor hatten US-Medien über den Zwischenfall im Persischen Golf berichtet.

Ein Sprecher des US Central Command, das die US-Truppen im Nahen Osten führt, erklärte auf Anfrage, man kenne die Berichte über den Versuch der iranischen Revolutionsgarden, den Tanker zu drangsalieren. Der Sprecher verwies für weitere Informationen zu dem Vorfall an das britische Verteidigungsministerium. Er betonte, Bedrohungen für die internationale Schifffahrt bedürften auch einer internationalen Lösung. Die Weltwirtschaft sei abhängig von freien Handelswegen, und es sei an allen Nationen, diese zu schützen.

Das US-Verteidigungsministerium hatte zuvor angekündigt, Pläne für eine internationale Koalition zum Schutz von Handelsschiffen vorantreiben zu wollen.

Die betroffene Meerenge, die Straße von Hormus, ist eine der wichtigsten Seestraßen überhaupt. Sie verbindet die ölreiche Golfregion mit dem offenen Meer. Über die Strecke läuft ein großer Teil des weltweiten Öltransports per Schiff. Im Juni hatte es dort mysteriöse Attacken auf zwei Tanker gegeben. Die US-Regierung machte dafür den Iran verantwortlich, die Führung in Teheran bestritt die Vorwürfe. Die Zwischenfälle schürten international Ängste vor einer militärischen Eskalation zwischen beiden Staaten.

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