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Moldaus Regierungschefin: "Keine Kompromisse bei wichtigen Fragen"

Moldaus Regierungschefin: "Keine Kompromisse bei wichtigen Fragen"
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Andrei Beketow, Euronews: Die Ministerpräsidentin der Republik Moldau ist zum zweiten Mal seit ihrer Amtsübernahme im Juni zu Besuch in Brüssel. Ihr pro-europäischer Block ACUM ist in einer Koalition mit der pro-russischen Sozialistischen Partei. Willkommen im Studio, Maia Sandu. Wie stabil ist ihre ungewöhnliche Regierung?

Maia Sandu: Diese Koalition wurde möglich, nachdem wir ein höchst undemokratisches Oligarchen-Regime überwinden konnten. Dieses Regime hatte in der Vergangenheit Wahlen abgeschafft. Es hatte die Opposition unterdrückt, ebenso die Zivilgesellschaft, die unabhängige Presse und lokale Verwaltungen. Es war durch und durch korrupt.

Jetzt entwickeln sich die Dinge zum Guten. Wir haben eine pro-europäische Regierung, deren Basis das Assoziierungsabkommen mit der EU ist.

Euronews: Welche Konzessionen sind Sie bereit den pro-russischen Kräften und Russland selbst anzubieten?

Sandu: Wir gehen bei den wirklich wichtigen Fragen keine Kompromisse ein. Vor allem nicht bei unserer Annäherung an die EU. Und nicht bei der Schaffung eines funktionierenden Staatswesens, das auf die Bedürfnisse der Bürger eingeht.

Euronews: Welche Solidarität üben Sie mit der Ukraine, die die Krim an Russland verloren hat?

Sandu: Wir unterstützen die Ukraine und ihre Bemühungen, die territoriale Integrität des Landes zu sichern.

Euronews: Wie lösen Sie das Problem der russischen Militärpräsenz in Transnistrien?

Sandu: Wir fordern den Rückzug der russischen Streitkräfte und ihrer Munition von unserem Staatsgebiet sowie eine politische Lösung. Die territoriale Integrität und die Souveränität der Republik Moldau müssen gewährleistet sein.

Euronews: Welchen Platz wird die Republik Moldau in Europa zukünftig haben?

Sandu: Wir wollen, dass die Republik Moldau ein verlässlicher und stabiler Teil Europa wird. Und wenn wir eines Tages an die Tür der EU klopfen, sind wir zuversichtlich, dass wir hineinkommen.

Euronews: Herzlichen Dank für dieses Gespräch.