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Hunderte Menschen bei Protesten festgenommen

Hunderte Menschen bei Protesten festgenommen
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Die russische Polizei hat bei einer nicht genehmigten Demonstration in Moskau Hunderte Menschen festgenommen. Zuvor hatten die Beamten bereits rund um das Rathaus mehrere Oppositionspolitiker abgeführt. Sie fordern, dass unabhängige Kandidaten und Oppositionelle zur Wahl des neuen Moskauer Stadtparlaments am 8. September zugelassen werden.

Nikolay Svanidze, Journalist und Mitglied der Gesellschaftlichen Kammer der Russischen Föderation:

"Ich glaube, dass nach der Verfassung der Russischen Föderation alle Bürger das Recht haben, sich ihre eigene Meinung zu verschiedenen Themen des sozialen und politischen Lebens zu bilden und diese zum Ausdruck zu bringen. Die Verfassung gestattet das. Nur weil die Demo nicht von den Behörden genehmigt wurde, ist das ist kein Grund, sie zu beenden."

"Das ist einzig und allein Druck seitens der Politik"

Dutzende Kandidaten waren von der Kommunalwahl in Moskau ausgeschlossen worden - darunter der prominenten Kreml-Kritiker Ilja Jaschin. Die Behörden begründen den Schritt mit angeblichen Formfehlern oder dass eine bestimmte Anzahl an notwendigen Unterschriften nicht erreicht wurde. In den vergangenen zwei Wochen sind immer wieder Menschen dagegen auf die Straße gegangen.

"Das ist einzig und allein Druck seitens der Politik", sagt ein Demonstrant. "Ich war dort, um unabhängige Politiker zu treffen. Ich stand einfach auf der Straße und ich hatte das Recht dazu."

Aktuell zählt das Moskauer Stadtparlament 45 Sitze - die Kreml-Partei "Geeintes Russland" hat dort die Oberhand. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.