Britische Regierung macht Pläne für No-Deal-Brexit

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Von euronews mit dpa
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Ein politischer Paukenschlag: Nach den Worten eines hohen Staatssekretärs in London macht die Regierung sich nur noch Gedanken über einen harten Brexit.

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Die neue britische Regierung unter Premierminister Boris Johnson stellt sich auf einen Austritt aus der EU Ende Oktober ohne Abkommen ein - also auf einen so genannten harten Brexit.Das sagte Staatsminister Michael Gove der Zeitung Sunday Times. Man gehe davon aus, dass die EU das bisher vereinbarte Abkommen nicht nachverhandele, so Grove. Er ist innerhalb der Regierung für die Vorbereitungen auf einen No-Deal Brexit zuständig.

Beim Premierminister in Irland sorgen diese Aussagen für Hoffnung auf eine Wiedervereinigung mit dem Nordteil der Insel. "Wenn es einen harten Brexit am 31. Oktober gibt, also wenn das Vereinigte Königreich Nordirland aus der Europäischen Union herausführt, gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Menschen in Nordirland, ihnen ihre europäischen Pässe nimmt und das Karfreitagsabkommen in Frage stellt - dann wird sich die Frage stellen, ob wir das wollen und deshalb müsssen wir uns vorbereiten", saget Leo Varadkar.

Die Grenze zwischen Irland und Nordirland ist einer der Knackpunkte beim Brexit. Sie gilt als historisch sensibel und harte Grenzkontrollen sollten laut Brexit-Abkommen dort auch in Zukunft vermieden werden. Die Brexit-Befürworter lehnen das aber ab. Sie befürchten, das sie sich dann länger als geplant mit der EU über viele Fragen abstimmen müssen.

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