Frauen aus Saudi-Arabien dürfen reisen

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Von su mit dpa
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Frauen im streng islamisch-konservativen Königreich Saudi-Arabien brauchen künftig keine Erlaubnis eines männlichen Vormunds mehr, wenn sie ins Ausland wollen

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Rund ein Jahr nach dem Ende des umstrittenen Autofahrverbots erhalten Frauen im streng islamisch-konservativen Königreich Saudi-Arabien auch mehr Reisefreiheit. Sie brauchen künftig keine Erlaubnis eines männlichen Vormunds mehr, wenn sie ins Ausland wollen.

Ein von König Salman erlassenes Dekret legt fest, dass Frauen ab dem Alter von 21 Jahren das Recht auf einen Pass und Reisefreiheit bekommen, so das staatliche Kommunikationszentrum. Sie seien damit den Männern gleichgestellt.

Damit fällt eine der international am heftigsten kritisierten Regelungen, die die Rechte der Frauen in Saudi-Arabien beschneiden.

Die saudische Führung liberalisiert die Gesellschaft, geht aber gleichzeitig mit harter Hand gegen Menschenrechtler und Kritiker vor.

"GRÖSSERE AUTONOMIE"

Lynn Maalouf, Nahost-Forschungsdirektorin von Amnesty International:

"Dies ist ein wirklich, wirklich erfreulicher Schritt, der Frauen in Saudi-Arabien größere Autonomie, mehr Entscheidungsfreiheit und mehr Gleichberechtigung bringen wird."

Manche fürchten Konflikte, etwa um mehr oder minder freiwillige Eheschließungen.

Ein Mann aus Riad:

„Für mich hat die Entscheidung positive und negative Seiten. Positiv für Frauen über 30 Jahren, da gibt‘s kein Problem. Aber 21- bis 25-Jährige gelten als Teenager und wenn sie in einem Konflikt mit Mutter oder Vater ihren Koffer packen und zum Flughafen laufen, kann niemand mehr nein sagen."

PRINZESSIN HAYA AUS DUBAI

So sorgt etwa die angebliche Flucht von Prinzessin Haya aus Dubai seit Wochen für Schlagzeilen. Die Tochter des Königs Hussein von Jordanien, soll aus einer Zwangsehe vor ihrem Ehemann aus Dubai geflohen sein. In London ist die 45-Jährige, sechste Nebenfrau von Muhammad bin Raschid Al Maktum, mit ihren beiden Kindern untergetaucht.

su

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