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Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea verschärft

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Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea verschärft
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In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul haben Tausende Menschen gegen japanische Handelsrestriktionen protestiert. Die Demonstrierenden drückten mit "No Abe"-Schildern ihre Kritik am japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe aus. Dessen Regierung hatte Südkorea am Freitag von der Liste der bevorzugten Handelspartner gestrichen.

Zuvor hatte Tokio bereits striktere Exportkontrollen für Materialien zur Chip-Herstellung verhängt. Jetzt sei eine rote Linie überschritten, so Südkoreas MInisterpräsident Lee Nak-Yon. "Japans anhaltende Aktionen bedrohen den freien Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit nicht nur zwischen Südkorea und Japan, sondern auch im Rest der Welt", sagte er bei einer Notfallsitzung des Kabinetts in Seoul. "Außerdem sind sie eine Gefahr für die Sicherheitszusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten, Südkorea und Japan."

Die Geheimdienste der drei Länder arbeiten eng zusammen - für Südkorea und Japan ist dies unter anderem im Umgang mit Nordkorea wichtig. Seoul drohte mit der Aufkündigung der Kooperation.

Hintergrund des Handelskonflikts ist ein Streit um die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während der japanischen Kolonialherrschaft von 1910 bis 1945.