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Schießereien in den USA: die ungeklärte Schuldfrage

Schießereien in den USA: die ungeklärte Schuldfrage
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Die Schießerei in Dayton, Ohio, mit neun Toten sowie die in El Paso, Texas, mit 20 Toten haben in den USA erneut eine Diskussion über Waffengesetze und Rassismus ausgelöst. So soll der mutmaßliche Schütze von El Paso ein Manifest ins Internet gestellt haben, in dem er seine Bluttat als – so wörtlich – "Antwort auf die hispanische Invasion" bezeichnete. Der Verdächtige hat sich ergeben. Die Hintergründe der Tat von Dayton blieben zunächst allerdings völlig unklar. Der Täter wurde von der Polizei erschossen. Unter seinen Opfern befinden sich sechs Afroamerikaner und seine eigene Schwester.

US-Präsident Donald Trump kondolierte in seinem Namen und dem seiner Frau. Und er sagte, man müsse die Gewalttaten, die seit Jahren immer wieder passieren, stoppen.

Konkrete Vorschläge machte Trump nicht. Seine politischen Gegner, unter ihnen Präsidentschaftskandidat Beto O'Rourke, werfen ihm dagegen vor, er habe den Hass der Todesschützen erst selbst geschürt: "Der Präsident hat als Kandidat für das höchste Amt im Land mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnet", so O'Rourke, "er hat vor den Migrantenkarawanen und Asylsuchenden gewarnt, die er als Tiere und Seuche bezeichnet hat." Dabei würden Einwanderer weitaus weniger Straftaten begehen als jene Menschen, die in den USA geboren wurden.

Der Schütze von Dayton, so viel ist bekannt, hatte sein Gewehr legal gekauft. Trump selbst sagte auf die Frage, ob er etwas gegen das Waffenproblem unternehmen werde, seine Regierung habe bereits viel getan, aber vielleicht müsse noch mehr geschehen. Unterdessen fordern auch Bürger wieder strengere Waffengesetze, so wie diese Mütterorganisation, die in Washington vor dem Weißen Haus demonstrierte.