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Justiz bremst Salvini aus: "Open Arms" vor Lampedusa

Justiz bremst Salvini aus: "Open Arms" vor Lampedusa
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Nach zwei Wochen Irrfahrt im Mittelmeer hat die "Open Arms" die Küste Lampeduas erreicht. Doch von Erleichterung ist an Bord nichts zu spüren, denn wie es für die knapp 150 Geretteten weitergeht, ist noch immer unklar.

Angespannte Lage an Bord

Zwar hat ein Verwaltungsgericht die Einfahrt in den italienischen Hafen gestattet, doch Innenminister Matteo Salvini stellt sich weiter quer. Mit der Erlaubnis hatte das Gericht auf einen Eilantrag der spanischen Seenotretter reagiert. Nach Wochen der Unsicherheit sei die Lage auf dem Schiff angespannt. Immer wieder entfache Streit um Essen oder einen Schattenplatz.

Auf der Grundlage ärztlicher und psychologischer Gutachten gab die Justiz schließlich grünes Licht - gegen den Willen von Lega-Chef Salvini. Dieser will Berufung einlegen. Es könne nicht sein, dass ein spanisches Schiff, das zuletzt vor Malta lag, Migranten nach Italien bringe.

"Lampedusa in Sicht. Immer noch nicht an einem Hafen angelegt, aber das Ende dieses Albtraums rückt näher. Die Menschlichkeit muss sich inmitten des ganzen Unsinns durchsetzen", twitterte die spanische NGO "Proactiva Open Arms" heute.

"Ocean Viking" weiter blockiert

Während die "Open Arms" Kurs auf Lampedusa nimmt, sucht die "Ocean Viking" von "SOS Méditerranée" und "Ärzte ohne Grenzen" weiter einen sicheren Hafen. An Bord: über 350 Migranten. Auf Hilferufe in Richtung Malta und Italien gab es bislang keine Antwort.