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Haare, Knochen, Zähne: Frau trägt jahrelang ihren eigenen toten Zwilling im Bauch

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Bild von Sasin Tipchai auf Pixabay
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Eine 17-Jährige hat ihr Leben lang einen deformierten toten Fötus in sich getragen. Ärzte berichteten in dem Fachblatt "British Medial Journal" davon. Demnach handelte es sich dabei um ihren eigenen Zwilling.

Weltweit sei der Fall einzigartig. Noch nie hätten Ärzte bei einer erwachsenen Frau einen toten Zwilling gefunden, schreibt das Team um den Chirurgen Anil Kumar in der Stadt Patna. Die Masse im Bauch der jungen Frau war demnach 30 Zentimeter lang und 16 Zentimeter breit und enthielt Haare, Knochen und Zähne.

Vor dem Fund litt die Jugendliche unter Schmerzen. Zudem war ihr Bauch über fünf Jahre hinweg allmählich angeschwollen. Nach einer Untersuchung entfernten die Ärzte in Patna die Masse.

Im medizinischen Fachjargon sprechen Ärzte von "Foetus in foeto": Bei dem Phänomen, das bei 1 von 500 000 Lebendgeburten vorkommt, wird im Körper eines Zwillings ein deformierter Fötus gefunden. Meistens passiert das schon im Kindesalter.

Bei Menschen im Alter über 15 Jahren waren laut dem Artikel vorher nur sieben Fälle dokumentiert - alle bei Männern. Der älteste Patient war demnach 47 Jahre alt.

Den Ärzten zufolge geht es der jungen Frau zwei Jahre nach dem Entfernen ihres fehlentwickelten Zwillings gut.

"Ich war besorgt über den Klumpen in meinem Unterleib", wird sie in dem Artikel zitiert. "Aber nach der Operation fühle ich mich sehr gut, mein Bauch ist jetzt flach, und auch meine Eltern sind sehr glücklich."