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Provokation? Erdogan beansprucht griechisches Gebiet

Präsident Erdogan in Instanbuls Militärakademie. Im Hintergrund das Corpus Delicti: eine Karte des türkischen Seegebiets, ausgedehnt auf die Ägäis und griechische Inseln
Präsident Erdogan in Instanbuls Militärakademie. Im Hintergrund das Corpus Delicti: eine Karte des türkischen Seegebiets, ausgedehnt auf die Ägäis und griechische Inseln
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Von Verena Schad
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Ein Foto des türkischen Präsidenten Erdogan verärgert Griechenland. Es zeigt ihn vor einer Landkarte, auf der fast die Hälfte der Ägäis inklusive griechischer Inseln als Teil der Türkei darstellt werden.

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Ein Foto des türkischen Präsidenten Recep Tayip Erdogan hat in Griechenland für Verärgerung gesorgt. Es zeigt Erdogan vor einer Landkarte, auf der fast die Hälfte des Ägäischen Meeres und ein Gebiet bis zur Küste Kretas als Teil der Türkei darstellt wird.

Das Original der Landkarte hängt in der Militäruniversität in Istanbul, wo Erdogan an einer Veranstaltung teilnahm und vor der Landkarte ins Gästebuch schrieb.

Das auf der Karte als "Mavi Vatan", als blaue Heimat, ausgewiesene türkische Hoheitsgebiet betrifft die griechischen Ägäis-Inseln Limnos, Lesbos, Chios sowie den Osten Kretas.

Der griechische Außenminister Nikos Dendias sagte, Griechenland wolle nicht auf die Provokation aus Ankara reagieren.

Die Türkei und Griechenland streiten seit einiger Zeit um Gasvorkommen, die im östlichen Mittelmeer und in der Ägäis gefunden wurden. Nikosia und Athen sind mit Ankaras Ansprüchen auf Bohrrechten in der Region nicht einverstanden.

Im Juli hatte die EU Sanktionen gegen die Türkei beschlossen, weil Ankara trotz Warnungen seine umstrittenen Erdgaserkundungen in der Region mit Forschungs- und Bohrschiffen fortsetzt. Momentan ist das türkische Forschungsschiff Barbaros und die Bohrschiffe Fatih und Yavuz im Einsatz vor der Küste Zyperns.

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