Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Rettung des Atomabkommens: Mehr Zeit, doch die Unsicherheit bleibt

Rettung des Atomabkommens: Mehr Zeit, doch die Unsicherheit bleibt
Copyright
Reuters
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Im Tauziehen um das Atomabkommen hat Irans Präsident Hassan Rouhani den beteiligten europäischen Nationen mehr Zeit eingeräumt, den Deal zu retten. Daneben betonte er, weitere Verstöße gegen den Atomdeal vorbereiten zu wollen - für den Fall, dass die diplomatischen Bemühungen scheiterten. Bereits zuvor hatte der Iran Verpflichtungen der 2015 geschlossenen Vereinbarung ausgesetzt und die Urananreicherung wieder hochgefahren.

"Gleichzeitig werden wir zwei weitere Monate Aufschub gewähren, um Gespräche zu ermöglichen", sagte Irans Präsident Hassan Ruhani. "Sollten wir zu einem Ergebnis kommen, ist das ein Zeichen, dass es Möglichkeiten für Verhandlungen, Rationalität und eine Einigung gibt."

15 Miliarden Dollar als "Entschädigung"

Der Iran droht komplett aus dem Abkommen auszusteigen. Hintergrund ist die Politik der USA. US-Präsident Donald Trump hatte den Deal mit dem Iran 2018 einseitig aufgekündigt und verhängte Wirtschaftssanktionen gegen das Land. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China wollen am Atomabkommen festhalten.

Auf dem G7-Gipfel in Biarritz war das Atomabkommen großes Thema. Als eine Art Entschädigung für die US-Wirtschaftssanktionen boten die europäischen Vertragspartner Teheran zuletzt einen Kredit über rund 15 Milliarden Dollar an. Voraussetzung ist, dass der Iran den Atomdeal wieder voll respektiert.