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Blitze: eine einzigartige Quelle elektromagnetischer Feldern

Blitze: eine einzigartige Quelle elektromagnetischer Feldern
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Blitze sind ganz besondere aber auch gefährliche Naturereignisse. Sie verursachen Stromausfälle, Elektronikschäden und Waldbrände in Millionenhöhe. Wissenschaftler arbeiten an einem Blitzschutz mit laserbasierter Technologie. Der Forscher Farhad Rachidi erklärt, was Blitzen eigentlich sind.

Farhad Rachidi ist Wissenschaftler an der Universität Lausanne und gilt als einer der wichtigsten Experten für dieses Naturphänomen. Er vergleicht Blitze mit riesigen Antennen, die eine enorme Menge von Magnetfeldern ausstrahlen und sich über Hunderte von Kilometern erstrecken können.

Blitze können sich auf verschiedene Arten entladen. Das hängt von der Ausbreitungsrichtung ihres Kanals ab. In der Regel geht es für einen Blitz nach unten - sie kommen aus den Wolken und gehen nach zum Boden. Aber sie können auch von hohen Spitze wie einem Telekommunikationsturm oder einer Windturbine ausgehen.

Die Wissenschaftler sammeln auf einer Forschungsstation auf dem Säntis, dem höchsten Berg des schweizer Alpsteinmassivs, Daten aus über 100 Blitzen, die jährlich dort oben auf dem Berg einschlagen. Bei jedem Blitzeinschlag ergeben sich Gigabytes an Daten. Die Darstellung all dieser Informationen ermöglicht es den Wissenschaftlern, den Prozess der Blitzbildung besser zu verstehen und ein Schutzsystem zu entwickeln.

Farhad Rachidi: "Der Blitz ist auch eine einzigartige Quelle elektromagnetischer Felder. Es gibt nichts Vergleichbares, weder in der Natur noch von Menschenhand geschaffenes. Der Blitz erzeugt elektromagnetische Felder über den gesamten Frequenzbereich, angefangen von sehr niedrigen Frequenzen über Radiofrequenzen, Mikrowellen bis hin zu Röntgen- und sogar Gammastrahlen."