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Israel: Arabische Liste spricht sich für Gantz als Ministerpräsidenten aus

Israel: Arabische Liste spricht sich für Gantz als Ministerpräsidenten aus
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Die Arabische Liste - die dritte politische Kraft in Israel - hat sich an diesem Sonntag hinter den ehemaligen Generalstabschef und Netanjahu-Herausforderer Benny Gantz gestellt. Damit unterstützen mehr Abgeordnete Gantz als Netanjahu. Die Arabische Liste hatte 13 der 120 Knesset-Sitze gewonnen. Mit ihrer Unterstützung käme Gantz mit einem Mitte-Links-Bündnis auf 57 Sitze. Netanjahus Block verfügt über 55 Sitze.

In Israel herrscht angesichts des knappen Ausgangs der Wahl am Dienstag politische Ungewissheit. Das Mitte-Bündnis Blau-Weiß von Benny Gantz wurde mit 33 von 120 Sitzen stärkste Fraktion im Parlament. Benjamin Netanjahus Likud wurde nur zweitstärkste politische Kraft mit 31 Mandaten.

Weder das Mitte-Links-Lager noch der rechts-religiöse Block hat die notwendige Mehrheit von 61 Mandaten. Auch Netanjahu und Gantz haben sich deshalb für eine große Koalition ausgesprochen. Es herrscht jedoch Uneinigkeit darüber, wer sie anführen sollte.

Mit seinem umstrittenen Nationalitätengesetz, das Israel als jüdischen Staat definiert, hatte Netanjahu die arabische Minderheit im Land gegen sich aufgebracht. Einige sprachen von "Apartheit".

Schon nach der vorhergehenden Wahl im April war es Benjamin Netanjahu nicht gelungen, eine Regierungskoalition zu schmieden. Der amtierende Ministerpräsident setzte im Wahlkampf auf die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump und reiste nach Russland zum russischen Staatschef Wladimir Putin.

Bis Montagnachmittag soll die erste Runde der Beratungen der Parteien mit Präsident Reuven Rivlin abgeschlossen sein. Am kommenden Mittwoch wird mit der Veröffentlichung des offiziellen Endergebnisses der Wahl gerechnet.

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