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Alternativer Nobelpreis für Greta Thunberg

Alternativer Nobelpreis für Greta Thunberg
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REUTERS/Kevin Lamarque
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Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr unter anderen an die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Mit ihr werden die Menschenrechtskämpferin Aminatu Haidar aus der Westsahara, die chinesische Frauenrechtlerin Guo Jianmei sowie der brasilianische Ureinwohner Davi Kopenawa und seine indigene Vereinigung Hutukara Yanomami geehrt. Das teilte die Right Livelihood Stiftung am Mittwoch in Stockholm mit.

An der schwedischen Klimaaktivistin führt in diesem Jahr kein Weg vorbei. Die 16-jährige Greta Thunberg - angesichts ihrer Vorbildrolle bei den Klimaprotesten in aller Welt die bekannteste unter den Preisträgern - habe «der politischen Forderung nach dringenden Klimaschutzmaßnahmen weltweit Gehör verschafft», so die Right Livelihood Stiftung.

«Mit den 40. Right Livelihood Awards ehren wir vier praktische Visionäre, deren Einsatz es Millionen von Menschen ermöglicht, ihre grundlegenden Rechte zu verteidigen und für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten zu kämpfen», erklärte Stiftungsdirektor Ole von Uexküll. Die Motive für die Auszeichnung reichen vom Kampf für das Klima und die Artenvielfalt bis zum Einsatz für Gerechtigkeit und die Rechte von Frauen.

Aminatu Haidar ist die erste Trägerin des Preises aus der Westsahara überhaupt. Sie kämpft seit Jahrzehnten für Gerechtigkeit und Selbstbestimmung der Bevölkerung in der Region und eine Unabhängigkeit ihrer Heimat. Dabei lasse sie sich auch nicht von Folter und Gefangenschaft von ihrem unerschütterlichen Weg abbringen, erklärte die Stiftung.

Ebenso beharrlich setze sich die Juristin Guo Jianmei in China für die Stärkung der Frauenrechte ein. Sie habe bereits Tausenden benachteiligten Frauen den Zugang zur Justiz ermöglicht. Davi Kopenawa und seine Vereinigung Hutukara Yanomami werden für ihren mutigen und entschlossenen Einsatz für Wald und Artenvielfalt im Amazonas sowie die dort lebenden Ureinwohner ausgezeichnet.

Der Right Livelihood Award, der gewöhnlich als Alternativer Nobelpreis bezeichnet wird, wird seit 1980 und damit in diesem Jahr zum 40. Mal verliehen. Der spendenfinanzierte Preis ehrt alljährlich Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden und steht in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen, deren Preisträger ab dem 7. Oktober in Stockholm und Oslo bekanntgegeben werden.