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"Krieg und Frieden": Tolstois Originalmanuskript in Genf

"Krieg und Frieden": Tolstois Originalmanuskript in Genf
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Es ist das erste Mal, das Teile des Original-Manuskripts aus Leo Tolstois "Krieg und Frieden" außerhalb Russlands gezeigt werden. Die Auszüge des Klassikers sind Teil einer Austellung in Genf, die an 100 Jahre Zusammenarbeit zwischen den Nationen erinnert. In dem sechsseitigen Manuskript bereiten sich die Protagonisten auf den Kampf gegen Napoleons Armee vor der "Schlacht bei Borodino" vor.

Direktor der Bodmer-Stiftung in Genf, Prof. Jacques Berchtold, erklärt das Manuskript:

"Kurz vor dieser Schlacht spricht der Graf - Prinz Andrej - der selbst Offizier ist, mit äußerster Verzweiflung. Er sagt sehr deutlich, dass Krieg überhaupt nicht mit einem Schachspiel zu vergleichen ist - und immer eine schmutzige, verabscheuungswürdige Angelegenheit."

Tolstoi war selbst Pazifist, der daran glaubte, dass Probleme auf friedliche Art und Weise gelöst werden müssten - durch Verhandlungen.

"Für uns geht es darum, die Lehren aus der Vergangenheit aufleben zu lassen: dass wir für den Frieden arbeiten müssen, auf allen Ebenen. Der Multilateralismus der Vereinten Nationen ist jetzt der einzige Weg den Frieden zu erreichen", meint Tatiana Valovaya, Generaldirektorin der Vereinten Nationen in Genf.

Die Ausstellung in der Martin Bodmer Stiftung ist noch bis zum 1. März zu sehen.

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