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Strache will offenbar eigene Partei gründen

Strache will offenbar eigene Partei gründen
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REUTERS/Leonhard Foeger
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Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) will Philippa Strache - der Frau des Ex-FPÖ-Parteivorsitzenden Heinz-Christian Strache - vorerst kein Mandat für den Nationalrat geben. Nun hat das Strache-Ehepaar mit einem Facebook-Post auf die FPÖ-Entscheidung reagiert. Der über den „Ibiza-Skandal“ gefallene Heinz-Christian Strache liebäugelt offenbar mit der Gründung einer eigenen Partei.

Laut Umfrage hätte Strache-Partei Potential von 16 Prozent

Er teilte auf Facebook einen Artikel der Zeitung „Epoch Times“ über gute Chancen einer Strache-Partei. Unter dem Titel „Totgesagte leben länger: Strache-Partei könnte es auf Anhieb in den Nationalrat schaffen“ berichtete die „Epoch Times“ über eine von der Gratiszeitung „Heute“ online veröffentlichte Umfrage. Darin sieht das Institut Unique Research ein Potenzial von 16 Prozent bzw. fünf Prozent sicherer Wähler für eine solche FPÖ-Abspaltung, berichtete der ORF in seiner Online-Ausgabe.

„Epoch Times“ ist eine mehrsprachige internationale Print- und Onlinezeitung mit Hauptsitz in New York. Gegründet von Sinoamerikanern, berichtet sie – mit kritischer Haltung gegenüber der kommunistischen Führung – vor allem über China.

FPÖ-Vowürfe gegen Strache-Paar: Aufwendiger Lebensstil auf Parteikosten

Die FPÖ hatte am Montag bekanntgegeben, dass auf dem Ticket der Wiener Landespartei vier Kandidaten in das Parlament einziehen würden, darunter aber nicht Philippa Strache. In Bezug auf die 32-jährige bisherige FPÖ-Tierschutzbeauftragte bestehe "noch Aufklärungsbedarf", hieß es unter Anspielung auf Vorwürfe, die dem Ehepaar Strache einen aufwendigen Lebensstil auf Kosten der Partei unterstellen. Es sei noch interne wie externe Aufklärung abzuwarten. "Bis dahin kann Philippa Strache kein Mandat von Wien erhalten", sagte Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp.

Philippa Strache hatte auf Listenplatz drei der Wiener FPÖ kandidiert. Aufgrund des desaströsen Wahlergebnisses der rechten Partei am 29. September kamen via Landesliste aber nur zwei Abgeordnete weiter. Ein Kandidat hätte aber für Strache aufgrund eines eigenen Direktmandats auch Platz machen können.