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Polarexpeditionen, um das Ökosystem Arktis zu schützen

Polarexpeditionen, um das Ökosystem Arktis zu schützen
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Ein im vergangenen Jahr unterzeichnetes internationales Abkommen hat die kommerzielle Fischerei im zentralen Nordpolarmeer präventiv verboten. Warum war dieses Verbot notwendig und wie können Meeresbiologen Polarexpeditionen nutzen, um Aussagen über künftige Fangmöglichkeiten in der arktischen Hochsee treffen zu können? Dr. Pauline Snoeijs Leijonmalm, Professorin für Meeresökologie an der Universität Stockholm, sprach mit euronews, kurz bevor sie im norwegischen Tromsø an Bord des deutschen Eisbrechers Polarstern ihm Rahmen der MOSAiC-Expedition Richtung Nordpol ins Meer stach.

"Im Moment müssen wir die Fischerei verbieten, denn wir wissen nichts über das Ökosystem oder welche Fische es dort gibt. Es ist ein sehr nährstoffarmes Ökosystem, ich gehe davon aus, dass es dort wenig Fische gibt. Und wenn man dann mit dem Fischen beginnt, kann man das Ökosystem bzw. das Gleichgewicht der Organismen schnell zerstören.

Wir sprechen von einem Gebiet, das außerhalb der jeweiligen ausschließlichen Wirtschaftszone der Küstenländer liegt. Im Prinzip kann also jeder dort fischen gehen, wenn das Eis verschwindet. Deshalb müssen wir jetzt wissen, was es in diesem Meer gibt, das vielleicht von jedem ausgebeutet werden kann. Und natürlich müssen wir diesen Bereich schützen. Und das tun wir, indem wir Basisdaten sammeln.

Daten sammeln zum Schutz der Arktis

Wir stehen ganz am Anfang. Wir fangen mit der Bestandsaufnahme der Region an. Das ist die erste Expedition, bei der man das tut. Und es ist ein großer Vorteil, wenn man Teil einer so großen Expedition ist. Denn wir beziehen alle Umweltdaten von anderen Forschungsprojekten der Expedition - wir müssen also weder das Chlorophyll selbst noch die Nährstoffe oder gar das Zooplankton messen. Wir können also die von uns gesammelten Daten über den Fisch mit den Daten anderer Expeditionsteilnehmer verbinden und interpretieren. Das ist ein großer Vorteil dieser großen Expeditionen."