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Militäroffensive in Nordsyrien: USA erhöhen Druck auf die Türkei

Militäroffensive in Nordsyrien: USA erhöhen Druck auf die Türkei
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REUTERS/Khalil Ashawi
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Im Nordsyrien-Konflikt haben die USA von der Türkei eine "sofortige" Waffenruhe und Verhandlungen mit den Kurden gefordert. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bereits Sanktionen gegen die Türkei angekündigt.

In einer Stellungnahme schrieb Trump, die Zölle auf die Einfuhr von türkischem Stahl wieder auf 50 Prozent verdoppeln zu wollen. Weiterhin würden Gespräche über ein Handelsabkommen mit der Türkei im Umfang von 100 Milliarden Dollar würden sofort abgebrochen.

US-Vizepräsident Mike Pence zufolge hat Trump unter anderem ihn beauftragt, in der Türkei zu vermitteln, um das "Blutvergießen" zu beenden. "Die Vereinigten Staaten wollen, dass die Türkei die Invasion stoppt, einen sofortigen Waffenstillstand erwirkt und mit den kurdischen Streitkräften in Syrien verhandelt, um d er Gewalt ein Ende zu setzen", sagte Pence.

Auch innerhalb der EU wird die türkische Militäroffensive verurteilt. Laut der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini sei neben den humanitären Folgen die Sorge um die Sicherheit groß:

"Wir befürchten als eine der unmittelbarsten Folgen dieser militärischen Operationen im Nordosten Syriens, dass dem Islamischen Staat neues Leben eingehaucht wird. Das beunruhigt uns sehr. Das stellt eine Sicherheitsbedrohung für die Europäische Union dar."

Bei einem Treffen in Luxemburg konnten sich die Außenminister der EU-Staaten allerdings nicht auf ein allgemeines Waffenembargo gegen die Türkei einigen.

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