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Kurdenmilizen unter Druck: Syrische Regierung springt ein

Kurdenmilizen unter Druck: Syrische Regierung springt ein
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Als Antwort auf die Militäroffensive der Türkei bekommen die Kurdenmilizen in Nordsyrien jetzt Unterstützung von der syrischen Regierung. Die kurdischen Kräfte haben mit der Regierung von Präsident Baschar al-Assad eine entsprechende Vereinbarung getroffen.

Die syrische Armee will laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana Truppen in das Grenzgebiet zur Türkei schicken - in eine Region, die unter kurdischer Kontrolle steht und die türkische Streitkräfte und verbündete syrische Rebellen im Visier haben. Dort plant die Türkei nach eigenen Angaben eine Sicherheitszone einzurichten, in der unter anderem syrische Flüchtlinge, die in der Türkei leben, angesiedelt werden sollen.

Unterdessen sollen bei einem türkischen Luftangriff auf einen Konvoi in der nordsyrischen Grenzstadt Ras al-Ain 14 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden sein. Mehrere ausländische Journalisten waren Teil des Konvois - so auch eine Reporterin des französischen Fernsehsenders France 2. Laut den von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) war es ein gezielter Angriff.

Sowohl die deutsche Kanzlerin Angela Merkel als auch der französische Präsident Emmanuel Macron haben ein Ende der türkischen Militäroffensive gefordert.

"Auf der einen Seite riskiert diese Offensive, eine untragbare humanitäre Situation zu schaffen, das können wir bereits vor Ort sehen", so Macron. "Auf der anderen Seite riskiert sie, das Wiedererstarken des Islamischen Staats in der Region."

Per Twitter teilte der der deutsche Außenminister Heiko Maas mit, dass die Bundesregierung vorerst keine Waffen mehr in die Türkei liefern wird.

Inzwischen sind die türkischen Streitkräfte in Syrien weiter vorgerückt. Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zufolge etwa bis zu 30 Kilometer in das Landesinnere.

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